Amaranth-Frühstück mit Kakao und Kirschen

Zutaten für eine grosse Portion: 

  • 120 g Amaranth
  • 300 ml Wasser
  • 2-3 TL Rohkakao, ungesüsst
  • ¼ TL Kardamompulver
  • wenig Muskatnuss, gerieben
  • 100 ml Mandelmilch (Alternative: Reis- oder Kokosmilch)
  • 1 Handvoll getrocknete Cranberries oder Kirschen
  • 150 g frische Kirschen
  • wenig Vanillezucker
  • Kokosblütenzucker

 

Falls du die Kirsch-Saison verpasst hast: eine ebenso leckere Alternative, die ausgezeichnet zum Kakao-Porridge passt: gebratene Banane. Eine kleine Banane der Länge nach halbieren und beidseitig in wenig Kokosöl anbraten, die noch warme Frucht auf dem Frühstücksbrei anrichten.

 

Zubereitung: 

Amaranth in einem feinmaschigen Sieb kurz abspülen und anschliessend im Wasser für ca. 25-30 Minuten auf mittlere Hitze kochen. Regelmässig umrühren denn es kann spritzen.

Nach etwa der halben Kochzeit das Kakaopulver uns die Trockenfrüchte (Cranberries oder Kirschen) einrühren, mit Kardamom und wenig Muskatnuss würzen.

Wenn der Amaranth bissfest und gar ist lässt man den Brei für ca. 5 Minuten quellen und rührt anschliessend die pflanzliche Milch ein, dadurch wird er etwas cremiger. Zum Schluss mit Kokosblütenzucker abschmecken und evtl. nachwürzen.

Die Kirschen halbieren und entkernen, in einer kleinen Pfanne mit etwas Vanillezucker erhitzen.

Den Amaranth-Porridge mit den noch warmen Kirschen anrichten.

Der Kakao-Porridge aus Amaranth ist ideal für deine Dosha-Balance im Sommer – er wirkt kühlend, nährend und ist leicht süss im Geschmack. Sowohl frische Kirschen wie auch reife Bananen sind ein Volltreffer in der Kombination mit Schokolade bzw. Kakao. Durch die „Ayurveda-Brille“ gesehen, harmonisieren Kirschen (und Bananen in Massen) das hitzige Pitta-Dosha.


Amaranth ist ebenso wie Quinoa kein echtes Getreide, sondern man spricht von «Pseudogetreide». Im Aussehen sind sie dem Getreide sehr ähnlich, sie enthalten aber kein Gluten sondern sind mit einer ordentlichen Portion pflanzlichem Eiweiss vollgeladen. Für alle Vegetarier und Veganer ist dieses Pseudogetreide mittlerweile eine sehr wertvolle und beliebte Eiweissquelle.  

Den Aspekt der Herkunft sollte man jedoch an dieser Stelle nicht vergessen, da die Ayurveda-Küche stets die Vorteile von regionalen Zutaten unterstreicht. Obwohl Amaranth und Quinoa mittlerweile auch in Europa angebaut werden, zählen sie in unserem Breitengrad nicht zu den typisch heimischen Lebensmitteln. Trotzdem landen sie bei mir hin und wieder am Speiseplan, allerdings eher phasenweise und nicht regelmässig. Als sportlicher Vegetarier achte ich auf eine ausgewogene Ernährung und für unseren Körper sind diese pflanzlichen Proteine besonders gut verwertbar. Amaranth ist sättigend und durch seinen relativ hohen Anteil an Ballaststoffen fördert er die Darmgesundheit. 

Die kleinen gekochten Amaranth-Körner haben eine unvergleichbare Konsistenz, die man entweder mag oder eben nicht. Als ich das erste Mal Amaranth zubereitet habe, war ich über den etwas muffigen Geruch, der beim Kochen entsteht, etwas irritiert. Fertig zubereitet und gewürzt am Teller, war jedoch davon nichts mehr zu bemerken. Ich mag den „Biss“ und auch den Geschmack von Amaranth sowohl im Frühstücks-Brei als auch als würzige Beilage.


SOMMERFRÜCHTE GENIESSEN – AUF DIE KOMBINATION KOMMT’S AN!

Ayurveda empfiehlt uns, rohes Obst nur alleine, also als Zwischenmahlzeit zu verzehren. Am besten separat von anderen Lebensmitteln rund zwei Stunden vor oder nach einer Mahlzeit. Gedünstetes oder gekochtes Obst, wie wir es bei diesem Frühstücks-Brei praktizieren, kann wiederum wunderbar kombiniert werden. Auch die Zugabe von Gewürzen, wie z.B. bei einem Fruchtkompott, fördert die Bekömmlichkeit.

Die warmen Sommertage sind hoffentlich noch lange nicht vorbei – und die Natur beschenkt uns in dieser Jahreszeit mit zahlreichen süssen Früchten. Aprikosen, Melonen, Himbeeren, Brombeeren, Johannisbeeren, Kirschen, Zwetschgen… die Saisonen reihen sich nahtlos aneinander. Jeden Sommer erfreue ich mich an der bunten Pracht und habe das Gefühl, alle Vitaminpolster damit aufzufüllen. 

Mutter Natur hat es wiedermal passend für uns geregelt – sind doch die meisten Sommerfrüchte kühlend und weisen einen hohen Wasser- bzw. Feuchtigkeitsgehalt auf. Das gilt auch für die süssen Kirschen. Sie aktivieren und öffnen die Körperkanäle und sorgen für einen lockeren Stuhl. Gefühlige Vata-Menschen werde die blähende Wirkung von Steinobst schneller bemerken. Durch das Erhitzen und einkochen wie wir es bei diesem Rezept praktizieren, wird dem jedoch entgegengewirkt und die Kirschen werden dadurch deutlich verträglicher.  

Die äussere Hitze, die wir im Sommer erleben, lässt auf die Dauer unser inneres Verdauungsfeuer hinunterfahren. Deshalb sind Kirschen, mit ihrer verdauungsfördernden und befeuchtenden Wirkung, eine willkommene Sommerfrucht. Sie wirken einem überhöhten Pitta entgegen und können Entzündungsprozesse im Körper bremsen. 

Wie bei allen Früchten sollte man jedoch darauf achten, dass nur reife Kirschen gegessen werden – nur darin finden wir die volle Bandbreite an gesundheitsfördernden Inhaltsstoffen und unreife Früchte belasten die Verdauung. 

Viel Freude mit dem Frühstücks-Rezept und einen guten Start in den Tag!

Daniela

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