Aprikose mit Rose

Zutaten:

  • 8 Stk. reife Aprikosen
  • 150-200 ml Wasser
  • 3 Gewürznelken
  • 2-3 Kapseln grüner Kardamom (Alternative 1/4 TL Kardamom-Samen)
  • 2 EL Birkenzucker (Alternative Rohzucker)
  • Nach Wunsch: Rosenwasser in Bio-Qualität

TIPP: Das frische Fuchtkompott lässt sich auch gut in einem Schraubglas verschlossen für ein paar Tage im Kühlschrank bewahren. Ich verwende es auch gerne als erfrischenden Brotaufstrich, als Dessert/Snack oder zum morgendlichen Porridge.

Zubereitung:

  1. Das Wasser in einem kleinen Topf zum Kochen bringen, Gewürznelken und Kardamom hinzufügen. (Die ganzen Kardamom-Kapseln im Mörser leicht anklopfen, sodass sie aufspringen.)
  2. In der Zwischenzeit die reifen Aprikosen entkernen und halbieren.
  3. Die Früchte ins Wasser legen und den Zucker hinzufügen.
  4. Deckel schliessen und auf kleiner Hitze einköcheln, zwischendurch umrühren.
  5. Die Früchte sollen ganz weich werden und dürfen zerfallen.
  6. Die Nelken und Kardamom-Schalen entfernen. Das Kompott nach Geschmack evtl. nachsüssen und nach Wunsch mit wenig Rosenwasser beträufeln.

«Apri-Rose» – war das Zauberwort, das wie ein Mantra in meinen Kopf kreiste, als ich die reifen Aprikosen von ihrem harten Kern befreite. Mein Plan war es, die süssen Früchte mit zwei kühlenden Gewürzen einzukochen und anschliessend das Fruchtkompott mit einem Hauch Rosenwasser aromatisch abzurunden. Doch als ich das Fläschchen Rosen-Hydrolat öffnete und der blumige Duft durch meine Nase zog, kamen Bedenken. Ich wusste, meine Geschmacks-Knospen werden beim floralen Touch vor Freude tanzen, aber gleichzeitig war mir bewusst, dass ich damit für die restliche Familie (100% männlich) mit grosser Wahrscheinlichkeit das Kompott verpfusche. Verständlich, gilt doch der Rosenduft als Inbegriff der Weiblichkeit und die blumige Note im Essen ist etwas eigenartig. Na dann… man muss ja niemanden zu seinem Glück zwingen und die Geschmäcker sollen bunt und verschieden sein. Vorsichtshalber habe ich daraufhin nur mein eigenes Schälchen mit dem Rosenwasser versehen und den Rest der Familie vor die Wahl gestellt.  

Alle aufmerksamen Blog-Leser und abenteuerlustigen Ayurveda-Köche möchte ich dennoch in das Geheimnis der «Apri-Rose» einweihen. Rühre kurz vor dem Servieren eine kleine Dosis Rosenwasser (ca. 1-2 TL/Portion) ins lauwarme Kompott. Nimm anschliessend genussvoll ein paar Bissen, schliess deine Augen und tauch in ein imaginäres Bad voller Rosenblätter. Im Yoga-Unterricht würde ich nun die Anweisung geben: «Tief einatmen – Atem halten – tief in den Bauchraum ausatmen – und nachspüren!». Und? Mein Versuchskaninchen hat folgendes berichtet: «Es herrscht eine friedliche Leere im Kopf, ein wohliges Gefühl im Bauch und ebenso im Herzen.». Mehr über die wundervolle Kraft der Rose kannst du weiter unten im Beitrag lesen.


Über die Zutaten:

Aprikosen zählen zu den Rasayanas, das sind Lebensmittel die einen optimalen Gewebsaufbau fördern. Die Früchte sind sehr nährend und haben eine aufbauende Wirkung. Wichtig ist, dass wir sonnengereifte, weiche Aprikosen wählen die von Natur aus eine leichte Süsse aufweisen. Sie sind reich an der Lebensenergie Prana und stärken das Immunsystem nachhaltig. 

Grüner Kardamom ist im Geschmack leicht süss aber auch ein wenig scharf. Er hat eine erfrischende und leicht kühlende Wirkung und wird deshalb sehr gerne als Ausgleich für alle Pitta-Leiden (Überhitzung, Säure etc…) oder eben auch für Sommer-Rezepte eingesetzt. In den grünen Kardamom Kapseln verbergen sich dunkle, aromatische Samen. Das Gewürz wird als Kapseln, als ganze Samen oder gemahlen angeboten. Kardamom ist u.a. bei den Kaffeetrinkern sehr beliebt, da eine Prise Kardamom die unvorteilhaften Wirkungen des Koffeins teilweise neutralisiert. Bei innerer Hitze oder einem überhöhten Pitta-Zustand kann man auch den Inhalt einer Kardamom-Kapsel direkt in den Mund nehmen und zerkauen. Neben der Pitta-balancierenden Wirkung sind die Samen auch ein angenehmer Mund-Erfrischer. 

Gewürznelken verfeinern mit ihrem bitteren und leicht scharfem Geschmack zahlreiche Süssspeisen. Sie stärken Agni und wirken auf Pitta und Kapha reduzierend. Ihre thermische Wirkung ist leicht kühlend. Gewürznelken helfen z.B. bei Darmentzündungen und werden in der Pflanzenheilkunde auch bei Entzündungen im Mundraum empfohlen. (In diesem Beitrag kannst du mehr über die Verwendung und Wirkung der Gewürze im Ayurveda nachlesen.)

Rose stärkt das Lebenselixier Ojas, vermehren Sattva und stärkt die Verdauungskraft/Agni.

Dem Thema Rose sollte ich eigentlich einen eignen Blogbeitrag widmen, denn als Symbol der Liebe wird die Rose nicht nur im Ayurveda als wertvolle Heilpflanze verehrt und geschätzt.

Roseblüten gelten als Rasajana, sie gleichen alle drei Doshas aus und wirken verjüngend, stimmungsaufhellend und kühlend auf den ganzen Organismus.  

Rose stärkt das Lebenselixier Ojas, vermehren Sattva und stärkt die Verdauungskraft/Agni.   

Wir sollten die Rose häufig in unser Leben und unsere Nahrung mit einbeziehen z.B. als Tee, getrocknete Blätter in Zucker, Rosen-Marmelade, das Rosenwasser in Nachspeisen oder auch zur energetischen Reinigung von Räumen. Mit Rosenwasser getränkte Wattepads schaffen Linderung für angestrengte oder ermüdete Augen und an heissen Sommertagen sind ein paar Spritzer vom erfrischenden Rosenwasser rund um den Kopf eine reine Wohltat.

TIPP: Wenn du Rosenwasser besorgst dann achte auf hochwertige Bio-Qualität, günstige Produkte aus dem Asia-Laden haben einen viel zu intensiven und künstlichen Geschmack und ihre Wirkung ist natürlich nicht vergleichbar mit einem reinen Rosen-Hydrolat. Ich finde z.B. das Rosenwasser der Marke „Classic Ayurveda“ für Küche und Kosmetik sehr schön. Mit dem Gutscheincode: F-FREEAyurfood67 kannst du bei Veda.ch ab 50,- versandkostenfrei bestellen (WERBUNG).


Ich wünsche dir viel Freude mit dem Rezept und mögen die Sonnenstrahlen direkt in dein Herz scheinen! Daniela

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