Ein kaiserliches Ende….

Kaiserschmarren 

Zutaten für 4 Personen:

 

  • 2 Handvoll Rosinen
  • 300 g Dinkelmehl halbweiss
  • 1 Pr. Salz
  • 1 EL Staubzucker oder Ayurveda Zucker/Sharkara
  • ½ TL Vanille gemahlen
  • 1 unbehandelte Zitrone (Schale und Saft)
  • 6 Eier
  • ¼ l Reismilch
  • Ghee zum Backen
  • Staubzucker oder Ayurveda Zucker zum Süssen

Zum Kaiserschmarren essen wir sehr gerne selbst gemachtes warmes Zwetschgen- oder Apfelkompott, zubereitet mit viel Zimt, Nelken, Kardamom und Anis.

Zubereitung:

 

Die Rosinen in einer kleinen Schale in warmes Wasser einweichen.

Die Eier trennen und das Eiweiss zu Schnee schlagen.

Das Mehl, Salz, Vanille und die abgeriebene Zitronenschale in eine grosse Schüssel geben. Mit dem Handmixer die Reismilch langsam zufügen, ebenso die Dotter und den Zitronensaft. Alles zu einem glatten Teig verrühren. Die Teigmasse für ca. 15 Minuten ruhen lassen.

Den Backofen auf 100 Grad erhitzen und eine feuerfeste Schale im Backofen vorwärmen.

Den Eischnee vorsichtig mit einem Schneebesen unter die Teigmasse unterheben.

In einer grossen Pfanne ca. 2 EL Ghee erhitzen und die Hälfte der Teigmasse in die Pfanne geben. Die Hälfte der Rosinen (ohne Einweichwasser) auf dem weichen Teig verteilen und die Masse für ca. 5-7 Minuten bei mittlerer Hitze backen bis die Masse ungefähr zu Hälfte durchgebacken und die Unterseite goldbraun ist. Nun den Teig in 4 Teile teilen und jedes Viertel umdrehen sodass die anderer Seite auch knusprig angebraten wird (siehe Bild unten). Eventuell braucht es noch mehr Ghee. Noch in der Pfanne die Teigteile zerkleinern und mit etwas Zucker karamellisieren. Den fertigen Kaiserschmarren in die vorgewärmte Ofenschale geben.

Mit dem restlichen Teig und den Rosinen gleich verfahren.

Mit warmen Apfel-oder Zwetschken-Kompott servieren.

Nach zwei sonnigen Wochen auf den Schipisten Österreichs beginnt ab morgen wieder der Alltag. Unsere Schiferien sind gestern zu Ende gegangen, doch die Wedelschwünge auf den Pisten, der klare Duft der winterlichen Bergwelt und das herrlich verschneite Bergpanorama schwingen noch zauberhaft nach.

Also lassen wir unsere Ferien kaiserlich ausklingen….und es gibt Kaiserschmarren mit Kompott. Ich weiss, dieses Gericht ist nicht echt ayurvedisch, aber der Kaiserschmarren ist einfach zu lecker um ihn von unserem Speiseplan zu streichen. Und glücklicherweise kenne ich ein paar ayurvedische Tricks um diese traditionelle österreichische Mehlspeise etwas verträglicher zu machen.

Aus ayurvedischer Sicht sehe ich bei den meisten Eierspeisen vor allem die Kombination von Milch und Eiern der grösste „IMG_4240Problemfaktor“. Die Kombination von Milch und Eiern wird schon in den alten Schriften der Ayurveda-Lehre als unverträglich beschrieben, sie fördert die Entstehung von Ama/unverdaubaren Schlackenstoffen im Körper. Deshalb verwende ich für den Kaiserschmarren Reismilch anstatt der üblichen Kuhmilch. Das mache ich übrigens ebenso bei Pfannkuchen oder anderen Kuchenrezepten. Geschmacklich spürt man den Unterschied wirklich nicht, mir fällt aber auf, dass das doch etwas schwere Gericht nicht wie ein Stein im Mange liegt sondern dadurch leichter verträglich wirkt.

 

Die ayurvedische Küche legt Wert auf sattvische (reine) Lebensmittel, und Eier gehören nun leider gar nicht zu dieser Gruppe. Eier sind tamasisch, also für die geistige Entfaltung nicht sehr förderlich. In ihrer Eigenschaft sind sie schwer und heiss, d.h. sie verringern Vata und erhöhen Pitta und Kapha. Dessen bin ich mir bewusst und deshalb gibt es den kaiserlichen Schmarren auch zur Mittagszeit wenn unser Verdauungsfeuer am stärksten brennt und zudem zur kalten Jahreszeit, wenn wir sowieso die etwas schwerere Kost besser vertragen. Ausserdem glaube ich, dass wir alle ab und zu auch etwas „Tamas“ gebrauchen können um uns im Leben durchzuschlagen, und die Eier sind dann meine heutige Portion davon – Mahlzeit!

 

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Zum Backen verwende ich sehr gerne das halbweisse Dinkelmehl weil es mehr Vitamine und Mineralien als herkömmliches Weizenmehl enthält, geschmacklich merkt man jedoch keinen Unterschied. Das Dinkelmehl wirkt zudem positiv auf unsere Konzentration und das Denkvermögen, es stärkt unser Abwehrsystem sowie Haut, Haare und Nägel. Kann ja fast schon gesund werden, unser Kaiserschmarren.

Beim Süssen muss jeder selbst wissen wie weit er gehen will und wie süss es sein muss. Ich verwende den ayurvedischen Sharkara-Zucker der aus Zuckerrohr hergestellt wird und besondere Qualitäten besitzt. Durch die aussergewöhnliche Herstellungsweise reduziert er die säurebildenden Bestandteile des Zuckerrohrs.

Zum Kaiserschmarren essen wir sehr gerne selbst gemachtes warmes Zwetschgen- oder Apfelkompott, zubereitet mit viel Zimt, Nelken, Kardamom und Anis.

 

Ich wünsche euch einen kaiserlichen Start in die Woche!

 

2 responses to “Ein kaiserliches Ende….

  1. Liebe Daniela, vielen Dank für das tolle, an die ayurvedische Küche „angepasste“ Rezept des Kaiserschmarrens – der auch in unserem Hause zu einem Lieblingsessen gehört. Beim nächsten Mal werde auch ich ihn etwas verträglicher zubereiten. Die Kinder werden sicher nichts merken… 😉 Ich finde deinen Blog einfach ganz wunderbar, sehr inspirierend und eine echte Bereicherung 🙂

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