Knäckebrot mit Samen & Kernen

Zutaten für 8-10 Personen

  • 1 dl Haferflocken
  • 1 dl Sesam
  • 1 dl Leinsamen
  • 1 dl Kürbiskerne
  • 1 dl Sonnenblumenkerne
  • 3,5 dl Mehl
  • 1 TL Backpulver
  • 1 TL Salz
  • 1 Prise Rohzucker
  • 2 dl Wasser
  • 1 dl Rapsöl
Tipp: mit einer Tasse lassen sich diese Einheiten gut abmessen. Ich habe jeweils nur die halbe Menge zubereitet, d.h. mit einer Espresso-Tasse abgemessen. 

Zubereitung:

Die trockenen Zutaten in einer grossen Rührschüssel mischen. Den Ofen auf 180 Grad vorheizen.

Wasser und Öl mit den trockenen Zutaten unterrühren sodass es eine zusammenhängende Masse ergibt. Für ca. 10 Minuten quellen lassen und alles nochmal gut durchmischen bzw. kneten.

Den Teig in 2 teilen und zwischen Backpapier ausrollen. Mit einem scharfen Messer (oder mit dem Pizzaroller) in die gewünschte Grösse schneiden.

Für ca. 18-20 Minuten ganz oben im Ofen bei 180 Grad backen.

Auskühlen lassen und in Stücke brechen.

Magst du Porridge, Brei und suppige Gerichte oder vermisst du bei diesem doch eher breiigen Essen manchmal etwas knackiges zum Kauen? Manche Leute wollen es einfach gerne zwischen den Zähnen krachen lassen, sie mögen den Widerstand. Häufig lieben sie auch Anreize im Leben und suchen sich an den verschiedensten Fronten immer wieder Knacknüsse oder herausfordernde Projekte.

 

Pitta: wenn das Feuer lodert 

Durch die Ayurveda-Brille gesehen, handelt es sich dabei häufig um Menschen mit einem hohen Pitta-Anteil. Sie suchen Anreize im Leben, stecken sich Ziele und messen sich auch gerne mit ihren Taten. Die schier grenzenlosen Energiereserven eines Pitta Typen, gepaart mit seinem scharfen Verstand lassen diesen Konstitutionstyp herausragende Leistungen vollbringen. Pitta besteht aus den Elementen Feuer mit wenig Wasser. Und wenn bei einem Pitta-Menschen das Feuer, bzw. die Begeisterung brennt, dann ist seine Dynamik und sein Tatendrang mitreissend und ansteckend. Diese Leute finden wir sehr oft in führenden Unternehmenspositionen, sie kreieren und manifestieren, ihr Feuer lodert und die Kraft der Transformation ist ihr Antrieb.

Bildschirmfoto 2017-10-05 um 16.51.03Die Gefahr liegt in der Überhitzung und im grenzenlosen Ausschöpfen der eigenen Reserven – im wahrsten Sinne des Wortes: burned-out. Deshalb ist die Empfehlung aus dem Ayurveda für diese Powermenschen: Mässigkeit, bewusste Pausen einlegen, Abstand nehmen vom Drang zur Perfektion. Vielleicht auch die hohen Ansprüche an sich selbst und an den Rest der Welt relativieren. Eine Form der Abkühlung gegen die aufgestaute Hitze schaffen, im Slang meiner Kinder hiesse das dann „chill dein Leben, Mann!“. Je nach Vorliebe und Typ entscheidet man sich dann vielleicht für eine Bewegungs-Meditation statt Power-Yoga, oder man macht einen kühlenden Waldspaziergang statt Marathon-Training.

Ein Pitta-Typ würde nie freiwillig eine Mahlzeit auslassen. 

Und natürlich spielt auch dabei eine ausgewogene Ernährung eine grosse Rolle. Der Pitta-Typ hat von Natur aus ein starkes Verdauungsfeuer, d.h. er verdaut recht schnell und sein Hunger- und Appetit melden sich akkurat und pünktlich. Nie würde er freiwillig eine Mahlzeit auslassen. Er hat Glück, denn die Kraft seines Verdauungsfeuers entschuldigt, bzw. verbrennt, so manche Sünde am Rande. Entsprechend seinem Naturell liebt er Kaffee, anregend gewürzte Speisen, Curries, Salate und Rohkost, und alles was zwischen den Zähnen knackt: Nüsse, Samen, Knabbereien….und sicher auch dieses kernige Knäckebrot.

Gerät der Pitta-Typ aus der Balance, dann entsteht zu viel Feuer, zu viel Hitze. Emotional wird dann auch mal gehörig Dampf abgelassen oder Wut und Ärger entladen. Körperliche Schwachstellen zeigen sich in Form von Entzündungen, Übersäuerungen oder auch Reizungen der Haut.

Auch hier gilt wieder: langweilige Mässigkeit, Abkühlung, Durchatmen. Erstmal alle sauren Zutaten streichen, d.h.: no coffee, no alcohol, no meat, no spicy food, dafür aber nährende Suppen- und Dahlgerichte, erdendes Gemüse, fruchtig-süsse Chutneys. Auch alle bitteren und kühlenden Zutaten sowie Gewürze helfen die Pitta-Balance zu halten.

 

Erkennst du dich wieder oder hast du einen feurigen Pitta-Menschen in deiner Umgebung? Dann versuch es doch mal mit diesen herrlich knusprigen Kräckern. Aber ich warne dich: Suchtgefahr!

Stay cool – stay healthy!

Daniela 

 

PS: Mit grossem Dank an die Brücke 49 in Vals. Der charmante Hausherr mit dänischen Wurzeln hat mir freundlicherweise das Rezept des Knäckebrots verraten….nachdem ich wie ein Eichhörnchen den Frühstückstisch leergeknabbert habe. Das Haus, die Gegend und die Therme sind unbedingt einen Besuch wert!

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