Kräuter und Gewürze

Bei meiner Recherche über Kräuter und Gewürze wurde ich auf ein interessantes und umfangreiches e-Book aufmerksam gemacht. Der gratis Gewürz-Ratgeber wurde u.a. mit der Unterstützung von Food-Bloggern zusammengestellt. Wer gerne in die sinnliche Welt der Gewürze eintauchen möchte, der findet in der Broschüre neben leckeren Rezepten auch viele wertvolle Informationen über die Herkunft, Verwendung und Heilkraft der Pflanzen. 

Der folgende Beitrag über Wildkräuter wurde von der Redaktion des e-Books für Ayurfood verfasst.

Lecker, gesund und gratis:  Wildkräuter aus der Heimat

Wenn wir selbst kochen, tun wir nicht nur unserer Gesundheit etwas Gutes. Jede frisch zubereitete Mahlzeit bietet eine neue Gelegenheit, Abwechslung in den Speiseplan zu bringen. Dabei kann schon ein bestimmtes Gewürz Wunder wirken. Als Alternative zu Fertigmischungen mit hohem Salzgehalt und Glutamat empfiehlt es sich, so oft wie möglich auf natürliche Kräuter zurückzugreifen. Was du dabei beachten solltest, kannst du jederzeit in einem Gewürze-Ratgebernachlesen. Dort findest du verschiedenste Tipps und Tricks für Hobbyköche, von Rezeptideen bis zum DIY-Kräuteranbau. Allerdings musst du nicht unbedingt ein eigenes Beet anlegen. Gerade in der warmen Jahreszeit lohnt es sich, beim Spazierengehen die Augen offenzuhalten. In diesem Artikel stellen wir drei der beliebtesten Wildkräuter vor, die nicht nur gut schmecken, sondern auch heilsam wirken. 

Brennnessel

Mit diesem Kraut haben wir wohl alle in der Kindheit früher oder später eine unerfreuliche Erfahrung gemacht: Berührt man die Blätter der Brennnessel an der Unterseite, kommt es zu einem brennenden Schmerz auf der Haut. Abgesehen von dieser Nebenwirkung bringt die Pflanze jedoch zahlreiche Vorteile mit sich. 

Sammeln

  • Wann: März bis August (für Triebe und Blätter),
  • Frühherbst (für Samen)
  • Wo: nahezu überall, vor allem an Waldsäumen, Ufern, Gräben, Strassenrändern

Kochen

Um die brennenden Härchen an den Blättern unschädlich zu machen, gibt es verschiedene Methoden:

  • in Wasser oder Dampf garen
  • in einem Mixer oder mit einem Messer zerkleinern
  • mit dem Nudelholz auswalken

Danach kannst du die Blätter für Suppen, Salate oder Gemüsebeilagen verwenden. Spinat erhält dadurch zum Beispiel eine besonders würzige Note. Die Samen der Brennnessel bieten sich ausserdem als Eiweissquelle an, mit der du Müsli oder Bratlinge verfeinern kannst. 

Heilen

Heutzutage findet sich die Brennnessel in vielen medizinischen Teemischungen, da sie schleimlösend und harntreibend wirkt. Um deinen Stoffwechsel auf natürliche Weise von Giftstoffen zu reinigen, kannst du dir also mit ein paar frischen Blättern ganz einfach einen wohltuenden Entschlackungstee zubereiten.  

Bärlauch

Dank seinem knoblauchähnlichen Geschmack ist der Bärlauch in der heimischen Küche besonders beliebt. Der entscheidende Vorteil: Mit den grünen Blättern bleiben uns unangenehme Nebenwirkungen wie Blähungen oder starker Körpergeruch erspart. 

Sammeln

  • Wann: Mitte März bis Anfang Mai (bevor die Pflanzen blühen)
  • Wo: schattige Plätze in Laubwäldern

Vorsicht: Ungeübte Sammler verwechseln Bärlauch leicht mit giftigen Doppelgängern wie Maiglöckchen, Herbstzeitlosen und Aronstab. Beim Pflücken kannst du den sogenannten Reibetrick anwenden: Wenn du die Blätter zwischen den Fingern zerreibst und dir dabei nicht der charakteristische Knoblauchgeruch in die Nase steigt, hast du dich vergriffen. Dieser Trick funktioniert allerdings nur einmal, weil der Geruch danach an den Fingern haften bleibt. Zusätzlich solltest du bei Bärlauch auf folgende Merkmale achten: 

  • mattgrüne (keine glänzenden) Blätter
  • dünne Blattstiele 
  • wächst einzeln (nicht paarweise) aus dem Boden

Kochen

Bärlauch eignet sich für so gut wie alle Gerichte, die du auch mit Knoblauch verfeinerst. Zusammen mit Olivenöl, Pinienkernen (und wahlweise Parmesan) kannst du daraus im Nu ein grünes Pesto herstellen. Oder wie wäre es zur Abwechslung mit einer Bärlauch-Ricotta-Lasagne? Frische Blätter solltest du maximal 2 Tage im Kühlschrank lagern, weil er sonst sein Aroma verliert. 

Heilen

Bärlauch enthalt zahlreiche wertvolle Inhaltsstoffe, darunter:

  • Vitamin C
  • Eisen
  • Kalium und Kalzium
  • Magnesium

Ihren knoblauchartigen Geruch enthält die Pflanze durch Allicin. Dieser schwefelhaltige Stoff wirkt antibakteriell, weshalb Bärlauch dabei hilft, Krankheitserreger abzuwehren und den Körper zu entgiften. Ausserdem kurbelst du damit deine Verdauung und den Stoffwechsel an.

Brunnenkresse

Die Wasser- oder Brunnenkresse verleiht deinem Essen nicht nur geschmacklich, sondern auch optisch das gewisse Extra. Ihre herzförmigen Blätter und weisse Blüten machen jedes Gericht im Nu zu einem wahren Augenschmaus. 

Sammeln

  • Wann: das ganze Jahr über
  • Wo: in der Nähe von Gewässern jeglicher Art (z.B. Quellen, Bäche, Teiche, Wassergräben)

Kochen

Dank ihrer scharf-würzigen Note ist die Brunnenkresse auch als Bachsenf bekannt. Da die Pflanze beim Trocknen ihr Aroma verliert, solltest du sie so schnell wie möglich verzehren. Hier liegt die Kunst in der Einfachheit. Am besten entfaltet sich der Geschmack in frischen Rohkostsalaten oder auf belegten Broten. Dabei gilt jedoch stets: Weniger ist mehr. Wenn du den Bachsenf zu grosszügig untermischst, überdeckt seine Würze die restlichen Zutaten. 

Heilen

Da Brunnenkresse in feuchten Umgebungen wächst, besitzt sie die Fähigkeit, aus dem Wasser wichtige Mineralstoffe wie Jod aufzunehmen. Falls du unter Jodmangel leidest, sollte sie also häufiger auf dem Speiseplan stehen. Überdies hat Kresse ähnlich wie Brennnessel und Bärlauch eine entschlackende und stoffwechselfördernde Wirkung. 

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