Minestrone in Grün

Minestrone in Grün

Zutaten für ca. 4 Personen:

  • 2 EL Rapsöl oder Olivenöl
  • 1 Zwiebel
  • 1 Zehen Knoblauch
  • ½ TL Fenchelsamen
  • 100 g Orecchiette Nudeln
  • 1,5 l Gemüsebrühe
  • 2 Lorbeerblätter
  • 3 Zweige Thymian
  • je 100 g Fenchel, Kohlrabi, Stangensellerie (oder anderes Gemüse)
  • je 100 g dünner Spargel weiss oder grün, Erbsen frisch oder tiefgekühlt  
  • ½ Bio-Zitrone, Schale
  • ½ Bund frischer Kerbel
  • Salz und Pfeffer  

 

 

Vorbereitung:

  • Zwiebel und Knoblauch schälen, fein hacken.
  • Fenchel, Kohlrabi und Stangensellerie in 1 cm Würfel schneiden. Etwas Blattgrün vom Kohlrabi und Stangensellerie zur Seite legen und in Streifen schneiden.
  • Das harte Ende der Spargeln entfernen, Spargel in mundgerechte Stücke schneiden, die Spitzen beiseitelegen.

 

Zubereitung:

Das Öl in einem Topf erhitzen und die gemörserten Fenchelsamen mit den Zwiebeln und dem Knoblauch anschwitzen. Mit 1,5 l Gemüsebrühe aufgiessen und die Orecchiette-Nudeln hinzufügen, für ca. 8-10 Minuten köcheln lassen, dazwischen umrühren.

Nun gibt man Fenchel, Kohlrabi und Stangensellerie gemeinsam mit dem Thymian und den Lorbeerblättern in den Topf und lässt die Suppe für ca. 3 Minuten leicht köcheln.

Dann die Erbsen und die Spargelstücke (ohne den Spitzen) hinzufügen und für weitere 2-3 Minuten kochen. Zitronenschale in die Suppe reiben.

Zum Schluss die Spargelspitzen sowie das in Streifen geschnittene Blattgrün und reichlich Kerbel in die Minestrone geben, die Hitze reduzieren und die Suppe nur mehr ziehen lassen. (Eventuelle noch mehr Bouillon nachgiessen).

Die Suppe mit Salz und Pfeffer abschmecken.

 

 

 

 


Das vorgestellte Rezept der Minestrone in Grün passt besonders gut zu den frühlingshaften und frischen Energie im Mai. Nach der dunklen und kalten Jahreszeit sehnt sich unser Körper nach Sonnenlicht, nach leichtem Essen das die Zellerneuerung in unserem Körper unterstütz. Vor allem grünes (Blatt-) Gemüse enthält viele Bitterstoffe und liefert den Pflanzenfarbstoff Chlorophyll, dieser stimuliert unser Immunsystem und hat u.a. eine blutreinigende Wirkung.

Kohlrabi  ist eine der ersten Gemüsesorten des Frühjahrs, ab April/Mai und bis in den Spätsommer gibt es ihn jung und frisch vom Feld. Er enthält viele gesunde Inhaltsstoffe und hat durch seinen hohen Magnesiumgehalt eine entsäuernde Wirkung. Ich verarbeite auch gerne die Blätter des Kohlrabi, ihr Geschmack erinnern an Sauerampfer. Die im Gemüse enthaltenen Ballaststoffe bringen den Darm wieder in Schwung und sorgen für mehr Leichtigkeit im Körper.

Spargel, der typische Frühlingsbote, ist ebenso in der Suppe vertreten. Der Frühling bringt nämlich Feuchtigkeit mit sich mit, die Erde ist noch relativ nass und es regnet noch häufig. Der Spargel wirkt stark entwässernd und harntreibend, er ist auch ein beliebtes Entschlackungsmittel. Auf Kapha wirkt Spargel reduzierend und Pitta und Vata werden ausgeglichen.  

Kerbel ist mit der Petersilie verwandt und ist eines der ersten Frühlingskräuter. Kerbel hemmt Entzündungen, unterstützt die Entgiftungsorgane und fördert die Blutbildung. Man sagt auch dass seine wertvollen Öle für ein schönes Hautbild sorgen. Kerbel ist sehr fein im Geschmack und sollte besser nicht gekocht werden sondern erst ganz zum Schluss dem Gericht zugefügt werden.

In diesem Minestrone-Rezept kommt der Fenchel gleich zweimal zur Verwendung, als Gewürzsamen und die frische Knolle. Der süssliche Geschmack des Fenchels dämpft die bitteren Qualitäten der Zutaten. Falls an der Knolle noch etwas Blattgrün dran ist dann kannst du damit die fertige Suppe bestreuen.  

Fenchel fördert die Verdauung und hilft bei Bauchkrämpfen, er ist ein bewährtes Hausmittel bei Husten und Atemwegsbeschwerden da er eine schleimlösende Wirkung hat. Und genau im Frühling, zur Kapha-Zeit, sind alle schleimlösenden Zutaten für uns sehr förderlich. Im Ayurveda ist Fenchel «tridosha», d.h. er wirkt auf alle drei Dosha-Typen harmonisieren – also etwas Fenchel unter die Zutaten mischen ist immer gut! In Indien werden Fenchelsamen – zusammen mit anderen Gewürzen – nach dem Essen gekaut, um die Verdauung zu stärken und einen frischen Atem zu geben. Mukhwas wird diese Gewürzmischung genannt und hier im Blog findest du mein Rezept.

Mit diesem Grundrezept der Gemüsesuppe sollst du à la Ayurveda improvisieren und dich vom Frühling inspirieren lassen. Je nach Küchenvorrat oder aktuellem Marktangebot können die Zutaten ausgetauscht oder ergänzt werden…z.B. Mangold hat’s ja im Moment auch so wunderbar bunten… 

Geniess die Frühlingszeit!

Daniela


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