Orientalischer Kichererbsen-Eintopf mit Couscous

Zutaten für den Orientalischen Kichererbsen-Eintopf

für 2 Portionen

  • Kichererbsen: getrocknet 60g, oder 120 g gekocht
  • 2 EL Ghee
  • Je 1 TL Kreuzkümmel, Koriander, Schwarzkümmel
  • 2 Nelken
  • 1-2 cm frischer Ingwer
  • ½ rote Chili
  • 2 kleine Zehen Knoblauch
  • 2 TL Kurkuma
  • 2 Lorbeerblätter
  • 1 Zimtstange
  • 1 Sternanis
  • etwas Asafoetida (auch Hing, Stinkasant oder Teufelsdreck genannt)
  • 3-4 Safranfäden
  • 2 Schalotten
  • 4 getrocknete Aprikosen
  • Gemüse je nach Vorrat z.B. 2 Rüebli, ca 10 cm Lauch, Fenchel, Süsskartoffel (Pastinake und Kürbis eignen sich aus hervorragend)
  • Glatte Petersilie
  • Naturjoghurt

Für den Couscous

  • 120 g Couscous
  • 1 kleine Handvoll getrocknete Berberitzen (kann auch durch Rosinen ersetzt werden)
  • Salz
  • 2 EL Zitronensaft
  • Olivenöl
  • Garam Masala
  • Glatte Petersilie

Ich gebe zu, die lange Zutatenliste mancher ayurvedischen Rezepte kann auf den ersten Blick ganz schön abschreckend wirken. Auch dieser feine Kichererbsen-Eintopf ist ein Beispiel dafür. Aber ich verspreche euch, der Aufwand lohnt sich. Die fruchtigen Aprikosenstücke geben der Speise eine raffinierte Süsse und trotzdem hat es durch den anregenden Ingwer und die Gewürzvielfalt eine schöne Schärfe. Zimt, Sternanis und Nelken sind in unseren Breitengraden die typischen Weihnachtsaromen, auch im Ayurveda werden diese wärmenden Gewürze für die Winterzeit empfohlen. Als Gemüsesorte eignen sich viele winterliche und herbstliche Gemüsesorten wie z.B. Karotte, Pastinake, Kürbis. Ich verwende heute Lauch, Fenchel, Karotte und Süsskartoffel.

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Ich verwende stets getrocknete Hülsenfrüchte, und Kichererbsen haben eine sehr lange Einweichzeit (12 Std.) und benötigen auch eine lange Garzeit (2-3 Std.). Diesen Kochschritt kann man sich natürlich mit vorgekochten Kichererbsen ersparen – it’s up to you…..

Die Inspiration dieses Gerichtes fand ich in einem meiner Lieblingskochbücher (und das sind viiiiiiele), Ottolenghi „Genussvoll vegetarisch“. Ich habe dieses Rezept den ayurvedischen Prinzipien angepasst und auch mit den Gewürzen experimentiert, es schmeckt immer wieder, je nach Gemüsevorrat sehr lecker.

 

 

Zubereitung:

Am Vorabend die Kichererbsen in der 5-fachen Menge kaltem Wasser einweichen, zugedeckt über Nacht stehen lassen Am nächsten Tag das Einweichwasser abschütten, die Kichererbsen nochmal gründlich durchspülen und in der 3-fachen Menge Wasser (ohne Salz!) für ca. 2-3 Stunden kochen, sie sollen schön weich sein. (Bei bereits vorgekochten Kichererbsen ist dieser Schritt nicht nötig.)

Ich gebe zum Kochwasser immer schon gleich eine Prise Asafoetida dazu. Dieses Heilmittel wird im Ayurveda u.a. bei der Zubereitung von Hülsenfrüchten verwendet, es leitet sozusagen „den Wind in die richtige Richtung“ (ihr wisst was ich meine…), es wirkt also Vata/Wind-senkend. Wie der Beiname Teufelsdreck oder Stinkasant schon sagt, es riecht sehr übel, bitte nehmt nur wenig.

Jetzt geht’s richtig los:

  1. Kreuzkümmel, Koriander, Schwarzkümmel und Nelken in einem Mörser zerkleinern oder schon gemahlen verwenden.
  2. Das Gemüse rüsten, Knoblauch und Schalotten schälen, Karotten, Fenchel, Süsskartoffel schälen und in ca. 1,5cm grosse Stücke schneiden, Lauch rüsten und in ca. 1cm breite Streifen schneiden. Chili von den inneren Kernen befreien und klein Hacken, Ingwer und Knoblauch schälen.
  3.  Die Safranfäden in ein kleines Schälchen mit warmem Wasser einweichen, ebenso auch die Aprikosen und auch die Berberitzen bzw. Rosinen für den Couscous. (jede Zutat in ein separates Schälchen, ok?)
  4. Ghee in einem Topf erhitzen und Kreuzkümmel, Kardamom, Schwarzkümmel, Nelkenpulver und eine Prise Asafoetida darin kurz anbraten. Ingwer dazu raffeln, Schalotten und Chili mit anrösten, Knoblauch hineinpressen, den Curcuma hinzufügen. Ebenso die Zimtstange und den Sternanis – umrühren bei mittlerer Hitze.
  5. Nun die „härteren“ Gemüsesorten mit längerer Kochzeit wie Karotten und Lauch (oder Kürbis, Pastinake) in den Gewürzsud geben, gut umrühren und das Gemüse anrösten. Den Safran mitsamt dem Einweichwasser zum Ablöschen verwenden, Lorbeerblatt hinzufügen, die Aprikosen in kleine Stücke schneiden und ebenfalls beifügen. Den Topf mit noch ca. 1 Tasse Wasser auffüllen sodass das Gemüse knapp bedeckt ist. Deckel schliessen und bei mittlerer Hitze für ca. 5 Min. köcheln lassen.
  6. Inzwischen in einer Pfanne bei mittlerer Hitze den Couscous ohne Fett kurz anrösten. Mit kochendem Wasser aufgiessen, salzen, 1 EL Olivenöl hinzufügen sowie etwas Zitronensaft. Den Couscous bei kleinster Flamme zugedeckt für 10 Min. quellen lassen.
  7. Beim Gemüse umrühren und nun die Gemüsesorten mit einer kürzeren Kochzeit wie z.B. Fenchel, Süsskartoffel dazugeben. Die gekochten Kichererbsen ohne Kochflüssigkeit ebenfalls hinzufügen und falls nötig noch etwas Wasser dazu geben (alles soll knapp bedeckt sein). Deckel schliessen und noch für weitere 10-15 Minuten köcheln lassen.
  8. In der Zwischenzeit die Petersilie fein hacken. Den Couscous mit einer Gabel auflockern und die Berberitzen ohne dem Einweichwasser dazugeben. Den Grossteil der Petersilie sowie 2 Prisen Garam Masala unterheben, abschmecken und evtl. mit Salz und Pfeffer nachwürzen – bis zum Servieren warmhalten.
  9. Wenn alles Gemüse weich IMG_3918gekocht ist mit Salz und Pfeffer abschmecken, etwas Petersilie darüber streuen, Hitze abschalten und im geschlossenen Topf das Gericht für 5 Minuten ziehen lassen.

Den orientalischen Kichererbsen Eintopf mit reichlich Sauce, Couscous und einem Klecks Naturjoghurt auftischen.

 

 

 

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