Vegane Spitzwegerich- Pfannkuchen mit Apfel

Zutaten für 2 Personen:

  • 150 g Dinkelmehl
  • 1 EL Leinsamen
  • ½ TL Backpulver
  • 1 EL Birkenzucker
  • 1 Prise Salz
  • ½ Handvoll Blätter vom Spitzwegerich, fein gehackt
  • 150 ml Mandelmilch
  • 150 ml Mineralwasser
  • Zitronenschale
  • 2 Äpfel
  • Zimtpulver
  • 10-12 Gänseblümchen/Blütenköpfe
  • Holunderblütensirup
  • Pflanzenöl z.B. Sonnenblumen- oder Kokosöl

Zubereitung:

Leinsamen in einem Hochleistungsmixer mahlen (Alternative: bereits geschrotete Leinsamen verwenden) und gemeinsam mit dem Mehl, Backpulver, Birkenzucker und Salz in eine Rührschüssel geben.

Mit einem Schneebesen die Mandelmilch und das Mineralwasser einrühren sodass ein glatter, dickflüssiger Teig entsteht. Etwas Zitronenschale in den Teig raspeln und den gehackten Spitzwegerich einrühren. Den Teig für ca. 20 Minuten ruhen lassen.

In der Zwischenzeit die Äpfel zubereiten: das Kerngehäuse ausstechen und die Äpfel in ca. 0,5 cm breite Scheiben schneiden. In einer grossen Pfanne wenig Öl erhitzen und darin die Apfelscheiben bei mittlerer Hitze anbraten, nach ca. 3-5 Minuten wenden und mit wenig Zimtpulver bestreuen. Die gedünsteten Apfelscheiben warmhalten.

In einer separaten Pfanne etwas Öl erhitzen und darin die Pfannkuchen bei mittlerer Hitze nacheinander ausbacken. Sobald sich die Unterseite des Bodens lösen lässt, den Pfannkuchen wenden und goldbraun backen.

Die Pfannkuchen mit den Apfelscheiben auf zwei Tellern anrichten, mit ganzen oder gehackten Gänseblümchen garnieren. Mit Holunderblütensirup beträufeln und noch warm servieren.

Gemeinsam mit Andrea von der Freya Heil & Pflanzenschule habe ich für die Zeitschrift Yoga Journal eine Rezeptserie und einen Beitrag zu Ayurveda mit Wildkräutern erstellt. Dieses vegane Pfannkuchen-Rezept erschien in der Frühlings-Ausgabe, Nr. 03/2020 vom Yoga Journal.

Unser Gemeinschaftswerk sollte eigentlich mit ayurvedischen Wildkräuter-Kochkursen und einem Seminar in den Bergen fortgesetzt werden, doch leider steht die Durchführung in diesen ungewissen Zeiten auf der Kippe. Trotzdem bleiben wir hoffnungsvoll und vertrauen, dass irgendwann auch wieder der richtige Zeitpunkt für solche Dinge kommen wird.

Dennoch möchte ich dich ermutigen, um auf eigene Faust und mit offenen Augen durch die Natur zu gehen. Im Frühling blühen und spriessen vor unserer Haustüre sehr viele Wildpflanzen und es braucht nur ein wenig Gespür, Experimentierfreude und Offenheit um diese Pflanzen in die Alltagsküche einzubauen. Die wilden Kräuter sind nicht nur ausserordentlich aromatisch und geschmacklich interessant, sie verfügen über eine unglaubliche Vielfalt an natürlichen Nährstoffen und wirken heilsam auf Körper und Psyche.

Die ayurvedische Küche muss nicht immer exotisch sein, denn ganz im Sinne der altindischen Tradition kochen wir hier mit Zutaten die direkt aus unserer Umgebung stammen. Der Frühling ist die ideale Jahreszeit für eine Extraportion Grün. Heimische Wildpflanzen enthalten zahlreiche Vitamine, Mineral- und Bitterstoffe und sind echte Vitalstoffspender.

Der eher unscheinbare Spitzwegerich gedeiht, wie sein Name verrät, gerne am Wegesrand. Er ist eine mild schmeckende Wildpflanze, die heilend auf die Atemwege, die Mundschleimhaut und bei Wunden wirkt. In unserem Rezept ersetzten wir die Eier durch geschrotete Leinsamen. Am besten funktioniert das, wenn du die Leinsamen selbst in einem Hochleistungsmixer zerkleinerst. Die Pfannkuchen kombinieren wir zudem mit Gänseblümchen, die zarten und aufheiternden Blümchen wirken sanft ausleitend auf den Organismus und sie tonisieren die Haut.

Viel Freude mit der wilden Ayurveda Kräuterküche,

Daniela

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