Zucchini-Suppe mit Minze

Zutaten (für 4 Personen)

  • 1 EL Kokosöl
  • 1 mittelgrosse Zwiebel, gehackt
  • 1 Zehen Knoblauch, gehackt
  • 1 TL frischer Ingwer, gerieben
  • ¼ – ½ grüne Chili (je nach gewünschter Schärfe)
  • 1,5 TL Currypulver mild
  • ½ TL Kurkuma
  • 500 g Zucchini, grob würfeln
  • 800 ml Gemüsebouillon
  • 200 ml Kokosmilch
  • 1/2 Bund frischer Koriander
  • 1/4 Bund frische Minze
  • 1 Limette, Saft
  • Salz
  • Rosa Pfeffer oder wenn vorhanden langer Pfeffer*

*Im Blogbeitrag kannst du mehr über den langen Pfeffer erfahren.

 

Zubereitung:

Das Kokosöl in einem grossen Topf erhitzen und darin Zwiebel, Knoblauch, Ingwer und Chili auf mittlerer Hitze andünsten, bis die Zwiebeln glasig sind. Mit Currypulver und Kurkuma würzen.

Die grob gewürfelten Zucchini hinzufügen und mit dem Gewürzsud für einige Minuten anbraten.

Mit Gemüsebouillon aufgiessen und alles aufkochen lassen. Den Koriander grob hacken (mit Stil) und mitkochen. Die Suppe mit geschlossenem Deckel für ca. 8-10 Minuten köcheln lassen bis das Gemüse weich ist.

Die Kokosmilch und ca. die Hälfte der frischen Minze dazugeben und alles im Blender oder mit dem Stabmixer fein pürieren (Achtung mit heissen Zutaten im Blender, die Hitze kann den Deckel heben und es besteht Verbrennungsgefahr.)

Anschliessend die Suppe nochmals im Topf kurz erwärmen und mit Salz, Limettensaft und Pfeffer abschmecken.

Die Zucchini-Suppe in Schalen anrichten und mit der restlichen Minze dekorieren.

Ein warmes Abendessen ist eine der wichtigsten Grundregeln in der ayurvedischen Ernährungslehre. Abends sollten wir eher leichte und gut bekömmliche Speisen, und diese noch möglichst früh zu uns nehmen.  Denn ab ca. 18h00 ist im ayurvedischen Biorhythmus das Kapha Dosha vorherrschend, d.h. unser Verdauungsfeuer ist eher schwach. Schwere, kalorienreiche und fette Speisen kann der Körper dann nicht mehr so gut verdauen wie z.B. zur Mittagszeit. Im Idealfall sollte deshalb das Mittagessen die Hauptmahlzeit des Tages sein. 

Aus meiner Erfahrung als Ayurveda-Beraterin weiss ich jedoch, dass es vielen Menschen schwer fällt nach einem langen Arbeitstag am Abend die Zeit und Ruhe zu finden, um ein ausgewogenes Abendessen zuzubereiten. 

Ein praktischer Tipp für ein leichtes, vitalisierendes Abendessen sind herzhafte Gemüsesuppen. Die Zubereitung geht tatsächlich oftmals schneller als erwartet, ganz sicher, wenn man das Gemüse püriert. Und das Resultat zaubert ein wohlig warmes Gefühl in den Bauch und fördert zudem die Gesundheit.

Menschen mit Schlafproblemen sollten vor allem auf ihr Abendessen achten. Schwer verdaubare Speisen, scharfe und erhitzende Gerichte, ein zu spätes Nachtessen oder nächtliche Futter-Orgien vor dem TV können zu Einschlafproblemen oder Schlafstörungen führen. Als Abendessen eigenen sich vor allem leichte und gut bekömmliche Gemüsegerichte, Speisen mit gekochtem Getreide und eben Suppen.  

Eine Suppe am Abend schenkt dem Körper Ruhe, Stärkung und Entspannung und hilft dem Stoffwechsel bei der inneren Reinigung. 

Je nach Saison und Vorliebe kann man mit den Grundzutaten variieren. Zucchini, Kürbis, Wurzel– oder Blattgemüse….all das schenkt uns so viel Vitalität, unterstützen einen klaren Geist und fördern den Gewebsstoffwechsel. Eine Suppe am Abend stärt die Konzentrationskraft und die psychische Belastungsfähigkeit und fördert das Gefühl der inneren Ruhe. Das klingt nach einer idealen Vorbereitung für eine regenerierende Nacht. 

In der heilsamen Ayurveda-Küche sind wir stets daran bedacht, um eine achtsame Auswahl der Zutaten und Gewürze mit einer liebevollen Zubereitung zu kombinieren. Zucchini sind z.B. sehr gut geeignet, um Vata und Pitta zu regulieren und sind leicht verdaubar – sie sind ein beliebtes «Anti-Stress-Gemüse». Wenn man dieses Suppen-Rezept noch etwas gehaltvoller zubereiten möchte, dann kann man z.B. vor dem Servieren noch eine kleine Handvoll gekochte und geröstete Kichererbsen auf jeder Schale verteilen. 

Beim Curry-Gewürz würde ich eine eher fruchtig-milde Gewürzmischung empfehlen wie z.B. «Sweet Kashmir von SoulSpice». Farblich und auch geschmacklich passt der rosa Pfeffer, er ist milder, fruchtiger und wirkt weniger austrocknend als regulärer, schwarzer Pfeffer. Wenn du den schwarzen Pfeffer verträgst, kannst du diesen natürlich auch verwenden, aber reduziere die Menge.

Langer Pfeffer, im altindischen auch Pippali genannt, kommt in der gewöhnlichen Küche eher selten zum Einsatz. Im Gegensatz zum schwarzen Pfeffer, der das feurige Pitta erhöht, ist der lange Pfeffer sanfter für den Magen und für alle drei Doshas empfehlenswert. In der Ayurveda-Therapie wird Pippali als Unterstützung zur Ausleitung von Stoffwechselschlacken/Ama empfohlen. Lange Pfeffer gilt im Ayurveda als Verjüngungsmittel (Rasayana), er regt das Verdauungsfeuer an, reinigt die feinsten Körperkanäle (Shrotas) und hat eine gefässerweiternde Wirkung. Der Geschmack ist typisch „pfeffrig“, also scharf und spitz, aber die Wirkung nach der Verdauung (vipaka) ist süss. Die 3-4 cm langen Pfefferkörner passen in keine Pfeffermühle, am besten bricht man die langen Stäbe in kleine Stücke und zerkleinert sie mit dem Mörser, oder man besorgt sich den langen Pfeffer bereits gemahlen.

Ich wünsche dir viel Freude mit diesem wohltuenden Suppen-Rezept,

Daniela 

2 responses to “Zucchini-Suppe mit Minze

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