Chapati – indische Brotfladen

Zutaten für 10-12 Brotfladen

  • 400 g Urdinkel-Mehl, plus etwas Mehl zum Arbeiten
  • 1 TL Salz
  • 1 TL Fenchelsamen
  • ½ TL Cumin/Kreuzkümmel
  • ½ TL Schwarzkümmel
  • 2 EL Ghee
  • 250 ml Buttermilch*
  • Option: Ghee oder ÖL zum Einstreichen

*Alternative zu Buttermilch: gib 2 EL Joghurt in einen Messbecher, fülle mit Wasser bis 250 ml auf und verrühre das ganze.

Zubereitung:

Mehl, Salz, gemörserter Fenchel- und Kreuzkümmel sowie den Schwarzkümmel (ganz) in eine Schüssel geben, die Buttermilch und das Ghee mit einem Löffel langsam einrühren. Zuerst in der Schüssel und dann auf der Arbeitsfläche zu einem geschmeidigen Teig kneten. Der Teig soll nicht mehr an den Händen kleben.

Lass den Teig mindestens 30 Minuten in einer Schüssel (mit einem feuchten Geschirrtuch bedeckt) ruhen. Je länger der Teig ruht desto weicher wird er. Der Teig kann auch über Nacht im Kühlschrank rasten, dann nimm ihn jedoch ½ Stunde vor dem Verarbeiten aus der Kälte, sonst ist er zu fest.

Den Teig nochmals gut durchkneten – er sollte so weich und sanft wie Ohrläppchen sein. Erst eine Rolle formen und diese in 10-12 gleich grosse Stücke schneiden, daraus werden nun Kugeln geformt. Auf einer bemehlten Arbeitsfläche die Teigkugel ca. 2-3 mm dick oval ausrollen.

Eine beschichtete oder eine Gusseisen-Pfanne auf dem Herd gut erhitzen und nun die Teigfladen ohne Öl backen. Die Chapatis auf mittlerer bis hoher Hitze erst auf einer Seite für ca. 30 Sekunden backen bis die Teigunterseite Farbe annimmt. Nun mit einem Pfannenwender drehen und die andere Seite backen bis die Oberseite beginnt Blasen zu werfen.

Die heisse Brotflade in einem frischen Geschirrtuch einwickeln und bewahren, so bleiben die Chapatis bis zum Servieren warm und weich.

Etwaige Mehlrückstände in der Pfanne mit einem Küchenpapier entfernen und die restlichen Brotfladen ebenfalls backen und warmhalten. Wer möchte, kann die warmen Chapatis mit etwas Ghee oder Öl bestreichen – dadurch werden sie noch weicher.

Hin und wieder besuche ich ein tamilisches Lebensmittelgeschäft in meiner Nähe, denn manche exotischen Zutaten kann ich in den herkömmlichen Läden nicht finden. Ich mag das Flair in diesem Geschäft, bereits beim Eintreten versetzt mich der Duft von Gewürzen in eine ferne Welt von 1001 Nacht. Neben dem breiten Assortiment an Hülsenfrüchten, Gewürzen und Haushaltswaren bestaune ich gerne die bunten Lebensmittel-Verpackungen der modernen indischen Küche. Meine Einkäufe beschränke ich letztendlich meistens auf wenige Zutaten, die ich in meiner Ayurveda-Küche verwende, wie z.B. Jaggery, der spezielle Zucker für Laddus oder frische Curryblätter, die geschmacklich einfach nicht mit den getrockneten zu vergleichen sind. Bei den Gewürzen und Hülsenfrüchten bevorzuge ich nämlich geprüfte Bio-Qualität, wenn immer möglich.

Die Besitzerin des Ladens ist eine zurückhaltende Frau indischer Abstammung. Sie ist immer recht kurz angebunden und lässt sich selten auf ein Gespräch mit mir ein. Auf all meine neugierigen Fragen über diese oder jene Zutat, folgt meist nur eine kurze Antwort. Doch als ich sie bei meinem letzten Besuch auf Chapatis ansprach, hatte ich da Gefühl, dass ich einen Volltreffer landete und mitten ins Schwarze traf. Ihre Augen strahlten und mit Begeisterung erzählte sie mir, dass sie täglich für ihre ganze Familie frische Brotfladen backt. Das mache sie seit Jahren jeden Tag, es ist wie ein Ritual und geht bei ihr ohne grossen Aufwand neben den restlichen Vorbereitungen fürs Abendessen. Sie verriet mir welche Pfanne sich am besten dafür eignet und welche verschiedenen Arten von Brotfladen ihre Familie am liebsten hat. Staunend lauschte ich ihren Ausführungen über die Auswahl und Kombination der Mehlsorte(n) und unterschiedliche Falt-Techniken bei denen auch Ghee eingearbeitet wird, vergleichbar mit unserem Blätterteig. Die Begegnung hat mich inspiriert um wieder vermehrt Chapati zu backen – allerdings, so ganz nebenbei geht das bei mir in der Küche noch nicht.

Chapati – indische Brotfladen

Chapati-Rezepte gibt es unzählige – und der Grundteig besteht aus Mehl, Wasser, Salz und etwas Ghee oder Öl. Je nach Vorliebe kann man das Wasser auch teilweise durch Joghurt oder Buttermilch ersetzen. Für eine bessere Bekömmlichkeit dürfen im Ayurveda natürlich die Gewürze nicht fehlen – passend sind z.B. Kreuzkümmel, Fenchel, Koriander oder auch Schwarzkümmel/Nigella. Der grosse Vorteil gegenüber unserem herkömmlichen Brot ist, dass die Fladen ohne Hefe zubereitet werden und deshalb weniger blähend auf die Verdauung wirken und verträglicher sind.  

Die besten Brotfladen bekommt man, wenn man sie zum Schluss kurz ins offene Feuer hebt, dann bilden sich richtig grosse Luftblasen und die Chapatis blasen sich auf. In meiner Gusseisenpfanne ist das leider nicht machbar. Weil aber die Grillsaison vor der Türe steht, habe ich grosse Hoffnung, dass ich bald extrem luftige Brotfladen auftischen werde….

Bleib gesund !

Daniela

2 responses to “Chapati – indische Brotfladen

  1. Blasen schaffe ich schon😊. Mir wurde der Tipp gegeben, kurz bevor die Chapati umgedreht wird, diese mit Wasser zu besprenkeln. Funktioniert seither mit den tollsten Blasen!

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