Dosas sind hauchdünne, knusprige Fladen aus Südindien und gehören dort zum Alltag wie bei uns das Brot. Sie werden zum Frühstück oder als Snack gereicht und der fermentierte Teig besteht traditionell aus Reis und Urid Dal, einer kleinen schwarzen Linsenart.
Mungbohnen-Dosas: knusprige Pfannkuchen aus der ayurvedischen Küche
In meiner Ayurfood-Variante verwende ich für die Dosas grüne Mungbohnen, sie sind im Ayurveda ein echtes Superfood. Mungbohnen liefern einen hohen Gehalt an pflanzlichen Proteinen und sind reich an Ballaststoffen, die den Blutzucker stabilisieren und die Darmgesundheit fördern. Zudem enthalten sie wertvolle Mineralstoffe wie Eisen, Magnesium und Folsäure.
Das Einweichen über Nacht aktiviert die Bohnen zusätzlich, es reduziert die blähenden Substanzen und macht die Nährstoffe noch besser verfügbar. Zusammen mit Basmatireis entstehen knusprige Pfannkuchen die glutenfrei, gut verträglich und erstaunlich vielseitig sind: Mit Gemüse gefüllt, zu einem frischen Chutney gereicht oder einfach pur mit etwas Ghee beträufelt.
Dosas passen zu jeder Tageszeit und ich liebe sie. Und ich bin ziemlich sicher, das wirst du bald auch.
Bockshornklee: Blutzucker & Fettstoffwechsel
Bockshornklee (auch Methi genannt) begegnet uns häufig, ohne dass wir es merken: Er steckt in praktisch jeder fertigen Currymischung und verleiht ihr diesen leicht bitteren, wärmenden Unterton. Selten wird er alleine verwendet und doch ist er ein sehr potentes Heilgewürze der ayurvedischen Küche.
Im Geschmack ist Bockshornklee bitter und leicht scharf, in der Wirkung wärmend.
Im Ayurveda wird er klassisch zur Unterstützung des Fettstoffwechsels eingesetzt: Er hilft der Leber, Fette zu verstoffwechseln, senkt den Cholesterinspiegel und wirkt regulierend auf den Blutzucker. Er verlangsamt die Aufnahme von Glukose im Darm und verbessert die Insulinsensitivität. Damit ist er besonders interessant für Menschen, die mit Gewicht, Energie-Tiefs oder Zuckergelüsten kämpfen.
Gleichzeitig unterstützt Bockshornklee die Bauchspeicheldrüse und gilt als reinigendes, entgiftendes Gewürz. Er enthält eine pflanzliche Verbindung mit östrogenähnlicher Wirkung, die den Hormonstoffwechsel positiv beeinflussen kann. In der traditionellen Ayurveda-Medizin wird er deshalb unter anderem bei Menstruationsbeschwerden und in der Stillzeit eingesetzt. Allerdings gilt hier: Weniger ist mehr, und bei hormonellen Ungleichgewichten lohnt sich Rücksprache mit einer Fachperson.
Auch in der ayurvedischen Schönheitspflege schwören viele Frauen auf Bockshornklee. Den Samen wird nachgesagt, sie machen die Haare fülliger und die Haut weicher, innerlich wie äusserlich.
Als Tipp für die Alltagsküche: Bockshornklee eher sparsam und möglichst nie als einzelnes Gewürz verwenden. Er kommt am besten in Kombination mit anderen Gewürzen zur Geltung und kann deren Wirkung auch verstärken. Bockshornklee ist im Handel gemahlen oder als ganze Samen erhältlich. Allerdings sind die Samen sehr hart und lassen sich nur mühsam mörsern. Wenn man sie einweicht oder z.B. in einer Suppe kocht, werden die Samen weich und können mitgegessen werden.
Viel Freude mit dem Rezept,
Daniela
