Ayurveda im Alltag: 5 Tipps

 

„Das Geheimnis einer Veränderung besteht darin,

deine ganze Energie darauf zu konzentrieren,

Neues aufzubauen statt Altes zu bekämpfen.“ (Sokrates) 

 

Für alle jene, die im neuen Jahr (noch) mehr Ayurveda in ihren Alltag integrieren möchten und sich dadurch mit (noch) mehr Wohlbefinden belohnen möchten, habe ich 5 Ayurveda-Tipps zusammengestellt. Diese Tagesroutinen unterstützen die Erhaltung der Gesundheit, entschlacken den Körper und bringen mehr Bewusstsein in den Alltag.

 

1. Morgenstund’ hat Gold im Mund

Wer früh aufsteht, im Idealfall vor Sonnenaufgang, kann die feinstoffliche Kraft der morgendlichen Energien nutzen. Nimm dir ausreichend Zeit für deine morgendliche Routine, und beginne jeden Tag achtsam und körperbewusst.

Wie wäre es mit ein paar leichten Yoga- oder Atemübungen um Körper und Geist in Einklang zu bringen? Und wenn es auch nur ein kurzer Moment der Ruhe und Stille ist, schenke dir positive Gedanken und fasse gute Vorsätze für den Tag. Mehr über die ayurvedische Morgenroutine gibt es in meinem Blog hier zu lesen.

 

2. Pflege einen regelmässigen Tagesablauf

Wie sehr sich unser Geist auch ein spannendes und abwechslungsreiches Leben wünscht, unser Körper liebt die einfache Routine. Er liebt regelmässige Tagesabläufe auf die er sich verlassen kann, und wenn wir immer zur selben Zeit essen, schlafen, aktiv oder passiv sind dann hält unser Körper auch bedeutend mehr Stress aus.

Achte vor allem auf einen geregelten Schlaf-Wach-Rhythmus, im Idealfall begibst du dich vor 22 Uhr ins Bett damit du mühelos und ausgeruht vor 6 Uhr morgens den Tag beginnen kannst. Man sagt, dass zwischen 22-24 Uhr der wertvollste Schlaf ist, da dann die Anfangszeit der Pitta-Phase ist, und Pitta für die Regeneration und Entgiftung auf der geistigen und körperliche Ebene zuständig ist.

Morgens und abends hat der Körper wenig Verdauungskraft, er kann dann eine leichte, warme Nahrung am besten verarbeiten (z.B. einen warmen Getreidebrei am Morgen oder ein Suppengericht am Abend zwischen 17 -19 Uhr). Das Mittagessen ist die Hauptmahlzeit des Tages und sollte zwischen 11h30-13h30 eingenommen werden.

 

woman holding hot cup of tea

3. Gönne dir täglich einmal „Me Time“

Sorge dafür dass täglich 30–60 Minuten nur dir gehören und du in diesem Zeitfenster deinen Körper und Geist regenerieren kannst. Hast du schon Ideen wie du diese Zeit verbringen möchtest? Aktiv in Bewegung oder eher passiv in Stille? In der Natur, auf der Yogamatte, in einer Meditation oder in der Badewanne….?

Die Zeit zwischen 6-10 Uhr morgens oder zwischen 18-22 Uhr abends eignet sich besonders gut für eine Innenschau oder um Kraft zu tanken.

 

4. Trinke heisses abgekochtes Wasser

…denn das ist ein ayurvedisches Reinigungsmittel und die erste Tasse solltest du gleich am Morgen nach dem Aufstehen zu dir nehmen. So werden die Schadstoffe der Nacht ausgespült, es wirkt praktisch wie eine „Dusche von innen“. Über den Tag verteilt solltest du weiterhin schluckweise abgekochtes warmes Wasser trinken, dadurch wird u.a. die Verdauungskraft angeregt und die Ausscheidung von wasserlösliche Toxine aus dem Körpergewebe unterstütz. Am besten schaffst du dir einen Thermobecher an und ernennst ihn als deinen persönlichen Begleiter durch den Tag.

Während der Mahlzeit empfiehlt Ayurveda nur schluckweise reines Wasser zu trinken, abhängig vom Essen ist ca. eine Tasse warmes Wasser ausreichend. Eiskalte Getränke sollten generell gemieden werden da sie das Verdauungsfeuer zum Erlöschen bringen.

 

5. Stärke dein Verdauungsfeuer 

…denn es hilft, die in der Nahrung enthaltene Lebensenergie freizusetzen und dem Organismus verfügbar zu machen. Ein ausgeglichenes Verdauungsfeuer verleiht dem gesamten Körper eine frische und vitale Ausstrahlung.

Durch ausreichende Pausen zwischen den Mahlzeiten, anregende Gewürze, und eine konstitutionsgerechte Ernährung bleibt dir dein Feuer erhalten sodass sich keine Gift- und Schlackenstoffe ansiedeln. Prüfe vor jeder Mahlzeit ob ein gesundes Hungergefühl anwesend ist und nimm erst dann wieder etwas Neues zu dir. Der Stoffwechsel braucht ausreichende Pausen zwischen den Mahlzeiten um die aufgenommene Nahrung ganzheitlich zu verarbeiten.

Sehr typisch für die Ayurvedaküche ist die Verwendung von gesundheits- und verdauungsfördernden Gewürzen wie z.B. Ingwer, Kreuzkümmel, Koriander, Kurkuma, Senfsamen…. All diese Gewürze regen das Verdauungsfeuer an, stärken den Stoffwechsel und können zum Ausgleich der individuellen Konstitution eingesetzt werden.

Bevorzuge warme und gekochte Speisen denn sind für unseren Körper leichter verdaubar als kalte und ungekochte Nahrung. Wähle frische, regionale und saisonale Zutaten wann immer es dir möglich ist und bereite deine Speisen mit einer positiven Einstellung, Liebe und Sorgfalt zu. Sich mindestens einmal am Tag eine Mahlzeit frisch zuzubereiten gilt im Ayurveda als ein Akt der Selbstliebe.

 

Vielleicht sagt dir der eine oder andere Vorschlag zu und du möchtest ihn zukünftig in deinem Tagesablauf einbauen. Sei geduldig bei der Umsetzung und stelle nicht gleich deinen ganzen Alltag auf den Kopf. Ich habe die Erfahrung gemacht dass es langfristig gesehen oft sinnvoller und auch einfacher ist um neue Gewohnheiten in kleinen Schritten anzugehen. Und wie uns das Zitat von Sokrates lehrt, sollten wir uns bei der gewünschten Veränderung mit aller Kraft auf das Neue konzentrieren, für die alten und nicht so förderlichen Gewohnheiten bleibt dann ganz einfach kein Platz mehr und sie werden aus dem Alltag verdrängt.

 

In diesem Sinne, wünsche ich dir einen wunderbaren und energievollen Start ins neue Jahr!

Love, Peace & Happiness!

Daniela

 

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