Glasnudelsalat

ZUTATEN: 

Asia Dressing:

  • 4 EL dunkles Sesamöl (aus geröstetem Sesam)
  • 2 EL Limettensaft
  • 2 EL Wasser
  • 1 EL Sojasauce oder Tamari
  • 2-3 TL Rohzucker
  • 1 TL frischer Ingwer gerieben
  • 1/3 Peperoncini, ohne Kerne, fein gehackt (je nach gewünschter Schärfe)
  • evtl. Salz und Pfeffer

 

Für den Salat:

  • ca. 80 g Glas- bzw Reisnudeln
  • 1 Frühlingszwiebel
  • 1/3 Salatgurke
  • ½ Peperoni, gelb
  • ½ reife Mango
  • ½ Bund frischer Koriander
  • 1/3 Bund frische Minze
  • 1 Handvoll Erdnüsse ungesalzen (oder Cashews)
  • Sesamsamen

ZUBEREITUNG:

 

Für das Dressing alle Zutaten gut verrühren und mit Salz und Pfeffer abschmecken.

Die Glasnudeln nach Packungsanweisung zubereiten oder 2-3 Minuten kochen, abgiessen, mit kaltem Wasser abschrecken und mit einer Gabel auflockern.

Das Gemüse (Frühlingszwiebel, Salatgurke, Peperoni, Mango) in ganz kleine Würfel schneiden und mit dem Asia Dressing unter die Nudeln heben. Die Kräuter (Koriander und Minze) fein hacken und ebenfalls unter den Salat mengen.

Nun sollte man den Glasnudelsalat für mindestens 20 Minuten bei Zimmertemperatur ziehen lassen.

Die Erdnüsse in einer beschichteten Pfanne ohne Fett anrösten, ebenso die Sesamsamen. Den Salat vor dem Anrichten nochmals gut mischen um mit den Nüssen und Samen bestreuen.

 

Meine Erfahrung hat gezeigt, dass der Glasnudelsalat auch am nächsten Tag noch hervorragend schmeckt. Achte darauf, dass du ihn dann zeitgerecht aus dem Kühlschrank stellst damit er nicht zu kalt ist und das Agni/Verdauungsfeuer stört. Um dem Salat wieder „neue Lebensenergie“ einzuflössen peppe ich ihn gerne mit frischen Kräutern, einem Spritzer Limettensaft oder ein paar knackigen Blättern Rucola auf. 

Wehmütig träume ich von der sommerlichen Wärme auf meiner Haut. Danke lieber Sommer – ich habe dich dieses Jahr voll ausgekostet, mit lauen Sommerabenden im Garten, hitzigen Badetagen am See und einer erlebnisreichen Reise quer durch Sri Lanka. Aber ein kurzer Blick aus dem Fenster bringt mich zurück in die Realität. Der Sommer neigt sich dem Ende zu, die Tage werden kürzer und es ist deutlich kühler und regnerisch geworden.

 

ABSCHIED VOM SUMMER-FEELING

Es sind immer wieder die saisonalen Übergangzeiten, die uns körperlich und seelisch vor eine Herausforderung stellen. Ein plötzlicher oder drastischer Wechsel der Temperaturen, die Veränderung der Lichtverhältnisse, aber auch der Abschied vom lockeren Ferien- bzw. Summer-Feeling. Der Mensch ist ein Gewohnheitstier und sehr häufig reklamiert der Körper ganz intuitiv auf Veränderung. Auf den Wechsel der Jahreszeiten folgt z.B. eine Erkältung, oder ein sensibles Verdauungsorgan protestiert, aber auch viele anderen körperlichen Ungleichgewichte können durch den Wandel der Saisonen nicht nur hervorgerufen aber auch ausbalanciert werden. Je nach Konstitutionstyp fühlt man sich in der einen oder anderen Jahreszeit einfach wohler.

Aus der Sicht des Ayurveda ist der Sommer dem Pitta zugeordnet. Gegen Ende des Sommers oder nach einer längeren Periode der Hitze kann sich in unserem Körper zu viel inneres Feuer ansammeln. Vor allem der hitzige Pitta-Typ ist natürlich dafür anfällig. Typische Kennzeichen dieses Ungleichgewichts zeigen sich häufig in Form von Hautreizungen, Kopfschmerzen oder einer Übersäuerung. Um das feurige Pitta nicht noch weiter zu erhöhen sollte man in diesem Fall nicht zu sauer, salzig oder scharf essen und alles Erhitzende meiden (saure Früchte, Essig, Kaffee, Alkohol und Joghurt, etc…. meiden). Hingegen wirken süsse Lebensmittel und alles was bitter oder einen herben Geschmack hat, kühlend und ausgleichend auf ein überhitztes Körpersystem. Auch ein kurzweiliges Kitchari-Fasten oder ein allgemeine Mässigung der Aktivitäten und Einflüsse kann manchmal kleine Wunder bewirken.

 

WIE INNEN SO AUSSEN

Die saisonalen Rituale und Empfehlungen des Ayurveda begleiten uns durch den Jahreszyklus und erinnern uns daran, wie wir trotz jahreszeitlicher Veränderungen in unserem inneren Lot bleiben und wie wir unsere Konstitution im optimalen Gleichgewicht halten können. Die Veden sagen an verschiedenen Textstellen „Wie der Makrokosmos, so der Mikrokosmos“. Nach diesem Prinzip werden wir aufgefordert, mit den Kräften der Natur mitzuschwingen und uns an die neuen Gegebenheiten anzupassen.

 

Glücklicherweise bringt uns jede neue Jahreszeit auch einen Segen an regionalen Zutaten die für eine bunte Abwechslung auf dem Teller sorgen. Bevor ich nun aber in die gehaltvollere Herbstküche eintauche möchte ich mit diesem Glasnudelsalat das Spätsommer-Feeling noch einmal aufleben lassen.

 

ENJOY!

Daniela 

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