Suppe von roten Linsen mit Kokos

Zutaten:

  • 2 EL  Sesamöl
  • 1 TL  Kreuzkümmel/Cumin
  • ½ TL Koriandersamen
  • ½ TL Kurkuma
  • 1 Zwiebel, fein gehackt
  • 1 Zehen Knoblauch, fein gehackt
  • ½ cm Ingwer frisch, fein gehackt
  • 80 g  rote Linsen, waschen
  • 100 g Kürbis (evtl. schälen) in grobe Würfel schneiden
  • einige Lorbeer- oder Curryblätter
  • 150 ml Kokosmilch
  • 600 ml Gemüsebouillon
  • Salz, Pfeffer, Zitronensaft
  • Frische Gartenkräuter und/oder geröstete Kokosflocken

Zubereitung:

Kreuzkümmel/Cumin und Koriandersamen im Mörser zerkleinern und im heissen Sesamöl in einem grossen Topf erhitzen. Zwiebel, Knoblauch und Ingwer hinzufügen und anrösten, mit Kurkuma würzen.

Die gewaschenen roten Linsen zum Gewürzsud geben und umrühren, gemeinsam mit den Kürbiswürfeln für ein paar Minuten anbraten.

Mit Kokosmilch und Bouillon aufgiessen und die Lorbeer- bzw. Curryblätter mitköcheln lassen.

Die Suppe für ca. 20 Minuten leicht kochen bis der Kürbis und die Linsen weich sind. Mit dem Pürierstab den Kürbis zerkleinern und die Suppe mit Salz, Pfeffer, einem Spritzer Zitronensaft abschmecken.

Vor dem Servieren mit frischen Gartenkräutern und/oder geröstetem Kokos garnieren.

Herbstzeit ist Suppenzeit – nichts wärmt nach einem windigen Herbsttag mehr als eine warme Suppe am Abend. Ich liebe das wohlige Gefühl ich Bauch. Im Englischen nennt man diese erdenden, wärmenden Gerichte auch „Comfort Food“. Ich finde das ein sehr passender Titel, denn genau dieses Feeling vermittelt mir z.B. ein warmer Griessbrei, eine nährende Suppe oder ein herzhaftes Eintopfgericht aus dem Ofen – ein heimeliges Gefühl in der Bauchgegend, wie eine fürsorgliche Umarmung, bodenständig und erdnah.

Und da wir im Ayurveda immer mit den gegensätzlichen Eigenschaften arbeiten, ist dieses „Comfort Food“ genau das richtige für die herbstliche Jahreszeit, die unter dem Einfluss von einem windigen, kühlen und trockenen Vata steht. Und der perfekte Plan der Natur liefert uns im Herbst auch eine Vielzahl dieser erdnahen Gemüsesorten wie z.B. Kürbis, Randen oder Pastinaken.

Eine warme Suppe am Abend wirkt auch extrem beruhigend auf das Nervensystem. Zudem sind die gekochten Zutaten leichter verdaubar und da unser Stoffwechsel am Abend nicht mehr auf Hochtouren arbeitet, und wir den Körper nicht mehr mit schweren Speisen belasten sollten, ist eine abendliche Suppe ein wohltuender Abschluss des Tages.

Verbissene Suppenzweifler argumentieren dann, dass sie von einem Teller flüssiger Suppe nicht richtig satt werden. Diese Bemerkung muss erstmal mit einer Gegenfrage gekontert werden:

„Was ist richtig satt?“

Bei jeder Mahlzeit sollte man, laut Ayurveda, den Magen nur zu 2/3 füllen, das restliche Drittel bleibt leer und bietet genügend Raum für die Verdauungstätigkeit, für Luft und Gase die entstehen. Oder im Volksmund gesagt: „Hör’ dann auf wenn’s dir grad am besten schmeckt!“

Ich gebe zu, diese Aussage klingt nach Spasskiller, zumindest auf den ersten Blick. Aber wir alle haben bereits die Erfahrung gemacht, dass wir über unseren Hunger hinaus mampfen. Gründe dafür gibt es genug: weil’s so gut schmeckt, oder weil man kein Essen wegschmeissen darf, oder weil man grad mit dem Kopf woanders ist oder einfach gedankenlos reinlöffelt.

Der ayurvedische Ansatz will mehr Bewusstheit in den Alltag bringen. Wie fühle ich mich nach dem Essen? Schwer und müde oder genährt und zu-FRIEDEN? Wann bin ich gesättigt und wann überschreite ich diese Grenze? Interessant ist dann auch noch die Frage, warum überschreite ich diese Grenze?

Und vielleicht willst du es ja auch mal ausprobieren, und du legst während der nächsten Mahlzeit, wenn auch nur für einen kurzen Augenblick, das Besteck nieder und hörst in dich und fühlst in deinen Bauch – (nicht in den kopflastigen Verstand) so wird dir dein Körper ganz ehrlich berichten ob du bereits beim zweiten Drittel angekommen bist und wie du dich dabei fühlst.

Langfristig gesehen ist diese 2/3-Methode absolut kein Spasskiller – sondern ein Freudenbringer! Denn nach dem Essen fühlt man sich wohl im Körper, der Bauch drückt nicht, man ist voller neuer Energie und zu-FRIEDEN.

                                                 

Viel Freude mit der herbstlichen Suppenküche, 

Love & Light, Daniela

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