Grünkohl-Chips

Zutaten

  • ca. 150g Grünkohl (ca. 3 Handvoll geschnittene Grünkohl-Blätter)
  • 2 EL Olivenöl (oder Sesamöl)
  • ½ TL Kreuzkümmel/Cumin, im Mörser zerkleinert
  • ½ TL Koriandersamen, im Mörser zerkleinert
  • 1 Prise Asafötida/Hing
  • 1 Prise Paprikapulver
  • evtl. Steinsalz nach Wunsch

 

Zubereitung

Den Grünkohl waschen und die Blätter in einer Salatschleuder trocknen (alternativ in einem Geschirrtuch trocknen).

Den Ofen auf 150 Grad vorheizen.

Den festen Strunk in der Mitte des Grünkohls entfernen und die Blätter in mundgerechte Stücke schneiden, in eine grosse Schüssel geben. Nun werden die Blätter mit den gemahlenen Gewürzen und dem Öl mariniert. Am einfachsten verwendest du dafür deine Hände denn das Öl sollte richtig kräftig in die Blätter eingearbeitet werden sodass alle Chips rundum benetzt sind.

Nun werden die Blätter auf einem mit Backpapier ausgelegtem Backblech verteilt. Ich habe noch zusätzlich ein Gitter auf das Blech gelegt, sodass die Kohlblätter rundum getrocknet werden. Falls du keines zur Hand hast dann solltest du während des Backens die Chips einmal wenden.

Im Backofen für ca. 10-12 Minuten backen, zwischenzeitlich kontrollieren denn die dünnen Ränder können rasch verbrennen. Alle Chips sollen knusprig und trocken aber nicht zu dunkel sein. Eventuelle nach Geschmack leicht salzen.

 

Auf meinem Stapel „Food Experimente“ lag schon seit geraumer Zeit eine Grünkohl-Chips-Kreation. Nach meinem ersten Versuch duftete es nach gerösteten Gewürzen und vom zauberhaften Geruch angelockt kam mein Sohn in die Küche. Er war sichtlich überrascht als er feststellen musste, dass ich mit vollem Mund in der Küche stand und bereits die ganze Portion selbst verdrückt hatte. Sorry, es war einfach zu lecker und wer kann beim Knabbern schon stoppen?

Meine Erfahrung mit den Grünkohl-Chips hat aber gezeigt, entweder man mag sie oder man mag sie gar nicht – denn der Geschmack der grünen knackigen Chips ist doch etwas eigen. Ich liebe sie und ähnlich wie bei den herkömmlichen Kartoffelchips können sich diverse Mengen auf fragwürdige Weise im Nu in Luft auflösen? Mit einem grossen Unterschied, diese leichten grünen Chips liegen nicht so schwer im Magen und sind sogar noch gesund!

 

In aller Munde: „Kale“, Grünkohl oder auch Federkohl genannt

Als ich vor einigen Jahren den Einzug des Grünkohls auf dem Schweizer Markt beobachtete war das für mich eine Art Wiedersehen mit diesem typischen Wintergemüse. Aus meiner Zeit in Holland kannte ich die grünen Kohlblätter, dort wird der Grünkohl hauptsächlich im Nationalgericht „Stamppot Boerenkool “ in einer Art Kartoffel-Stocki verarbeitet, und gerne mit einer gekochten Wurt serviert. Ehrlich gesagt war das nicht so ganz mein Ding (liegt aber vielleicht daran, dass ich keine Kindheitserinnerungen an dieses deftige Wintergericht habe und es auch selbst nie gekocht habe).

 

Kohl ein Gemüse mit Heilkraft

Kohlgemüse ist eher schwer zu verdauen und wirkt bei vielen Menschen blähend auf die Verdauung. Trotzdem sind die diversen Kohlsorten auch in der Ayurvedaküche ein beliebtes Wintergemüse. Ob Kohlsprossen, Weisskohl, Blumenkohl oder Spitzkohl –  Kohlgemüse steckt voller Vitamine und liefert uns einen hohen Anteil an Ballast- und Mineralstoffen, es fördert die Gesundheit durch seine immunstärkende und entzündungshemmende Wirkung, auf das Blut und die Haut wirkt der Kohl reinigend. In der Volksheilkunde werden Kohlblätter dank seiner heilenden Wirkung auch äusserlich z.B. als Kohlwickel aufgetragen.

 

Was hilft gegen Blähungen?

Der Verzehr von Kohl geht sehr oft mit der Entstehung von Gasen oder Blähungen einher, im Ayurveda sagt man, dass das Vata-Dosha beeinträchtigt wird. Vata besteht aus den 2 Elementen Raum und Luft und hat unter anderem die Eigenschaften trocken und kalt. Menschen mit einem hohen Vata-Anteil in ihrer Konstitution haben oft auch einen eher empfindlichen Magen und leiden an Verdauungsbeschwerden wie Verstopfungen oder Blähungen. Doch mit ein paar einfachen Tricks lassen sich die Nebenwirkungen des Kohls vermindern. Wärmende, wohltuende und verdauungsfördernde Gewürze feuern die Verdauung an und eine ausreichende Menge an Fettstoffen hilft gegen die Trockenheit.

Bei den Gewürzen spielen alle Kümmelsorten eine wichtige Rolle, im Ayurveda ist der Kreuzkümmel/Cumin oder auch der Königskümmel/Ajwein sehr beliebt. In der traditionellen heimischen Küche wird gerne der herkömmliche Kümmel in Kombination mit Kohlgerichten verwendet. Und natürlich darf das im Ayurveda sehr beliebte Zaubermittel „Asafötida“ (Hing oder auch Stinkasant) bei jedem Grünkohl-Rezept nicht fehlen. Das stark riechende Pulver wird aus einem dunklen Harz gewonnen und wirkt stark blähungswidrig, es lindert Krämpfe und ist ein wirksames Mittel um das Verdauungsfeuer (Agni) anzuregen. Asafötida macht Speisen leichter verdaulich, vor allem Linsen- Bohnen- und Kohlgerichte. Aber bitte nur mit Vorsicht und in kleinen Mengen verwenden – ich spreche aus Erfahrung, denn durch meine Begeisterung für das Gewürz musste ich schon eine ganze Mahlzeit vernichten – da half leider kein Nachwürzen, zu stark und penetrant war der Eigengeschmack des Asafötida.

 

Viel Knabber-Spass!
Daniela

 

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