Kräuter-Chutney

Kräuter Chutney

Zutaten:

  • 60 g Cashewnüsse
  • 30 g Kürbiskerne
  • 40 g Rucola (wahlweise mit Löwenzahn oder Portulak mischen)
  • 40 g gemischte andere grüne Kräuter wie z.B. Basilikum, Koriander, Petersilie, Kapuzinerkresse… oder auch frische gemischte Wildkräuter wie z.B. Bärlauch, Sauerampfer, Wiesenlabkraut….
  • ½ Peperoncini (ja nach gewünschter Schärfe auch mehr)
  • Saft ½ Zitrone
  • Salz
  • 2 EL Ahornsirup
  • Nach Wunsch: 1-2 EL Sauerrahm oder Joghurt nature

Zubereitung:

Die Cashewnüsse und Kürbiskerne im Küchenkutter zerkleinern und in einer kleinen Rührschüssel bereitstellen.

Den Rucola und die restlichen Kräuter waschen, die Kerne der Peperoncini entfernen und alles im Küchenkutter fein hacken. Diese grüne Masse mit der Nussmischung gut vermengen.

Das Chutney mit Salz, Zitronensaft und Ahornsirup abschmecken – fertig!

Wenn man das Kräuter-Chutney eher cremig möchte dann gibt man noch 1-2 EL Sauerrahm oder Joghurt dazu.

 

Im Glas verschlossen kann das Chutney im Kühlschrank für ein paar Tage aufbewahrt werden. Im Vergleich zum Pesto wird das Chutney jedoch ohne Öl hergestellt und hat deshalb eine deutlich geringere Haltbarkeit. 

Dieses Kräuter-Chutney ist im Nu zubereitet und es ist ein wahrlicher „Aufpepper“ für jedes noch so banale Gericht. Für alle Grillfreunde unter uns: das grüne Chutney ist nicht nur farblich attraktiv, es ist auch ein gesunder Dip der herrlich zu gegrilltem Fisch, Fleisch und Gemüse passt. Es enthält alle 6 Geschmacksrichtungen und wirkt deshalb aus ayurvedischer Sicht geschmacklich ausgleichend auf alle drei Doshas. Die vielen Bitterstoffe die in den grünen Blättern und Kräutern enthalten sind stimulieren die Verdauungskraft und können auch regulierend auf das Blut wirken.

Bei der Auswahl der Kräuter kannst du deiner Phantasie freien Lauf lassen, vielleicht lässt du dich bei einem Spaziergang von der Natur inspirieren und verarbeitest frische Wildkräuter oder du erntest grüne Schätze aus deinem Kräutergarten. Aber auch mit den handelsüblichen Kräutern aus dem Kühlregal schmeckt dieses Chutney sehr fein und bringt einen saftig-grünen „Energy-Boost“ auf deinen Teller.

Die Zubereitung geht am einfachsten mit einem Küchenkutter, solltest du keinen haben dann übe deine Handfertigkeit mit einem grossen Messer und Schneidebrett.

Falls du dich für die Variante mit Wildkräutern entscheidest dann könntest du z.B. die Cashewnüsse durch Pinien-oder Zedernkerne ersetzen. Somit ist die Nussbasis für das Chutney nicht ganz so „exotisch“, du weißt was ich meine….

 

Warum gibt’s im Ayurveda häufig Chutney’s?

Bei der Zusammenstellung eines ayurvedischen Menü’s sollte stets darauf geachtete werden dass alle 6 Geschmacksrichtungen (süss, sauer, salzig, scharf, herb und zusammenziehend) in einem ausgewogenen Verhältnis vorhanden sind. Je nach Konstitution oder vorherrschendem Dosha-Zustand der Person (Vata, Pitta oder Kapha) kann man dann mit der einen oder andere Geschmacksrichtung Nuancen setzten und Dosha-ausgleichend arbeiten. Diese theoretischen Empfehlungen findet man in Lehrbüchern und ich gebe zu, es klingt recht kompliziert und vielleicht auch abschreckend für den einen oder anderen. So mancher „Ayurveda-Anfänger“ zweifelt bei der praktischen Umsetzung dieser Ernährungs-Empfehlungen, auch mir erging es nicht anders. Ich glaube man muss sich einfach genügend Zeit geben um sich in der Welt der Geschmäcker, und deren Wirkung auf unseren Körper, zu orientieren. Chutneys finde ich für diese Erfahrungsreise ein sehr wertvolles Werkzeug.

Ayurvedische Chutneys beinhalten immer alle 6 Geschmacksrichtungen und sind bei der Zusammenstellung eines Menüs ein wichtiger und praktischer Helfer. Auch in der unkomplizierten Alltagsküche kann man durch die Zugabe eines Chutneys im Handumdrehen einen geschmacklichen Ausgleich auf den Teller zaubern.

In Falle unseres Kräuter-Chutney’s wird der herbe und zusammenziehende Geschmack vor allem durch die (Wild-)Kräuter abgedeckt, der Ahornsirup liefert die Süsse, der Zitronensaft die Säure, und die Peperoncini die Schärfe. Im Ayurveda verwenden wir eigentlich immer ein Steinsalz, es muss nicht zwingend aus dem Himalaya-Gebirge kommen, sondern es kann auch ein hochwertiges naturbelassenes Salz aus unserem Breitengrad sein.

 

Die richtige Würze für jeden Dosha-Typen: 

Der Pitty-Typ wird das Kräuter-Chutney lieber etwas kerniger mögen, d.h. wenn die Nussstücke nicht ganz zermahlen sind und er noch etwas zum Beissen hat. Obwohl der feurige Pitta-Typ den würzigen Geschmack liebt sollte er es mit der Schärfe nicht übertreiben. Einem Vata-Menschen würde ich anraten um das Pesto mit Sauerrahm oder Joghurt zu strecken und auch den süssen Geschmack durch die Zugabe von ausreichend Ahornsirup zu unterstreichen. Eine etwas grössere Portion Chili im Chutney wird das Verdauungsfeuer eines Kapha-Menschen anregen und ihm die nötige Schärfe und Hitze als Ausgleich zu seinen eher kühlen Körper-Elementen liefern.

 

Gutes Gelingen und viel Spass bei der Auswahl deiner Kräuter!

Herzlichst, Daniela 

 

2 responses to “Kräuter-Chutney

  1. Liebe Daniela, herzliche Gratulation dir zu deiner tollen Seite! Durfte mal deine Kochkünste zusammen mit Anica während meiner Ernährungsausbildung kennen lernen. Dort war dieses Projekt von Ayurfood noch gaaanz neu! Freue mich ab sofort, viel von dir zu hören, den deine Rezepte bereichern meine Menues! Lg Susi

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