Kitchari aus grünen Mungbohnen

Zutaten für ca. 4 Portionen 

  • 150 g grüne Mungbohnen
  • 2 EL Ghee oder Sesamöl
  • 1 Zwiebel
  • 1 Zehen Knoblauch
  • ½ Chilischote
  • 2 cm Ingwer
  • 2 Karotten (oder anderes Gemüse deiner Wahl)
  • 1 TL Kreuzkümmel
  • 1 TL Fenchelsamen
  • 1 TL Koriandersamen
  • 1 TL Kurkuma
  • etwas Asafoetida
  • 1,5 TL Oregano
  • 1-2 Tassen Wasser
  • ½ Bund frischer Koriander
  • etwas Zitronensaft, Salz und Pfeffer

Zubereitung: 

Die Mungbohnen für mindestens drei Stunden in kaltem Wasser einweichen – abgiessen und anschliessend für ca. 30 Minuten in einem Topf mit frischem Wasser (ohne Deckel) weichkochen. Sie sollen leicht aufplatzen.

Zwiebel, Knoblauch, Chili und Ingwer fein hacken; Kreuzkümmel, Fenchel und Koriandersamen im Mörser zerkleinern oder gemahlene Gewürze bereitstellen; die Karotten in mundgerechte Stücke schneiden.

Ghee bzw. Sesamöl erwärmen und die Gewürze aus dem Mörser (Kreuzkümmel, Fenchel Koriander) darin leicht anrösten. Zwiebeln, Knoblauch, Chili und Ingwer hinzufügen und mit Kurkuma und Asafoetida würzen. Die Karotten in den Gewürzsud geben und gut umrühren. Mit einer Tasse Wasser ablöschen und das Gemüse bei geschlossenem Deckel für ca. 5 Minuten dünsten.

Die gekochten Mungbohnen in den Topf geben und alles gut mischen, mit Oregano würzen und evtl. noch etwas Wasser hinzufügen. Den Kitchari nochmals für ca. 5-10 Minuten bei mittlerer Hitze köcheln lassen.

Zum Schluss das Gericht mit Zitronensaft, Salz und Pfeffer abschmecken und mit frischem Koriander bestreuen. Dazu reicht man gedämpften Basmatireis. Ein Klecks Nature-Joghurt rundet den Geschmack ab und fördert die Bekömmlichkeit.

Kitchari ist ein Klassiker der Yoga-Küche und du wirst sehr unterschiedliche Rezepte und Zubereitungs-Methoden finden. Traditionell wird Kitchari mit Basmatireis gereicht, manch einer kocht den Reis gleich mit den Mungbohnen im Topf. Ich persönlich bevorzuge diese Version und finde sie sehr schmackhaft.

Kitchari ist eine Kost die jedem geraten wird, der sich einer Phase der Enthaltsamkeit oder Innenschau widmen möchte. Je nachdem wie streng, heftig oder intensiv du es möchtest, dieser Kitchari eignet sich ideal als Mono-Diät.

Mungbohnen sind sehr proteinhaltig, sie enthalten alle Aminosäuren die wir für eine gesunde Zellerneuerung benötigen und in ihrer Schale stecken Enzyme die den Darm entgiften. Dadurch stärken wir unsere Abwehrkraft und alle Nährstoffe können besser absorbiert werden. Eine längere Phase mit Kitchari führt automatisch zur Gewichtsreduktion und verschafft mehr innere Klarheit, Energie und Vitalität.

 

In der Kundalini Tradition wird eine Periode von 40 Tagen mit ausschliesslich Kitchari-Kost empfohlen – dieses Extrem mag nicht jedermanns Sache sein – aber wenn dich der Ruf lockt dann wirst du deinen individuellen „Kitchari-Pfad“ finden. Mein Selbstversuch hat sich durchaus gelohnt: Für mich wirkt eine Kitchari-Phase wie ein innerer Heiler, er verschafft geistige Klarheit und innere Stärke.

 

Namasté, 
Daniela

 

 

2 responses to “Kitchari aus grünen Mungbohnen

  1. Liebe Daniela, danke für das Kitchari-Rezept. dazu noch ein paar Fragen… bei der 40 tägigen Kitchari-Periode isst man da morgens, mittags und abends Kitchari? und kann man es sich dann für einige Tage vorkochen und dann jeweils aufwärmen oder muss es immer frisch sein oder wenigstens vom Vorabend? ich möchte das nämlich mal ausprobieren…
    ganz herzliche Grüsse
    Karin

    1. Liebe Karin, in der traditionellen Kundalini-Lehre heisst es 3 x täglich nur Kitchari. Ich denke diese Empfehlung gilt aber nicht für „jeden“ und auch nicht „zu allen Zeiten“. Ich finde, man sollte sich wirklich parat dafür fühlen, mental stabil sein und evtl. auch durch einen Fachmann begleiten lassen. Eine gewisse Portion Achtsamkeit und Feingespür gehören ebenfalls dazu – z.B. wie interpretiere ich diesen Auftrag für meine persönliche Lebenssituation, sodass es noch stimmig und heilsam für meinen Prozess ist? In meinem Fall bin ich da etwas „kreativ“ in der Umsetzung, ich persönlich habe auch Früchte gegessen und zum Frühstück auch teilweise Reis mit Früchten genommen.
      Ich habe meistens für 2 Mahlzeiten gekocht und es dann nochmal aufgewärmt und mit frischem Reis und/oder frischem Gemüse angereichert.
      Melde dich wenn du noch weitere Fragen hast – oder berichte mir doch kurz wie es dir ergeht.
      Alles Gute & Herzgruss, Daniela

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