Kürbis-Cupcakes

Zutaten für ca. 16 Stück:

  • 250 g geraspelter Kürbis (z.B. Hokkaido)
  • 1 Bio-Zitrone unbehandelt, Saft und Schale
  • 250 g gemahlene Mandeln
  • 200 g weiche Butter
  • 250 g Rohrzucker, fein
  • 350 g Dinkelmehl
  • 3 TL Backpulver
  • 1 Prise Salz
  • 1-2 TL Zimt
  • 1 TL Kardamompulver
  • 2 Msp. Nelkenpulver
  • 200 ml Milch (oder Reisdrink für die vegane Version)
  • 1 Handvoll kandierter Ingwer
  • Papierformen oder Butter zum Auskleiden der Formen
  • Kürbiskerne zum Bestreuen

 

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Zubereitung:

Ein Stück Hokkaido-Kürbis waschen und fein raspeln. Zitronensaft und geriebene Zitronenschale darunter mischen und mit den Mandeln vermengen, beiseite stellen.

Die Cupcake-Formen (ca. 16 Stück) vorbereiten, evtl. mit Butter und Brotbrösel auskleiden oder mit Papierformen bereitstellen. Man kann auch eine grosse Kuchenform für den gesamten Teig verwenden – die Backzeit beträgt dann ca. 50-60 Minuten.

Mische das Mehl mit dem Backpulver, einer Prise Salz und den Gewürzen (Zimt, Kardamom- und Nelkenpulver). Die weiche Butter in einer Küchenmaschine (oder mit dem Handmixer) mit dem Rohrzucker für mehrere Minuten schön schaumig schlagen. Wenn die Butter-Zuckermasse weich ist und sich das Volumen ausgedehnt hat dann rührt man abwechselnd löffelweise Mehl und Milch unter den Teig bis eine geschmeidige homogene Masse entsteht.

Zum Schluss die Kürbis-Mandelmischung unter die Teigmasse heben und in die bereitgestellten Formen füllen. Den kandierten Ingwer in kleine Würfel schneiden und auf den Cupcakes gleichmässig verteilen, mit Kürbiskernen bestreuen.

Die Cupcakes im vorgeheizten Ofen bei 180 Grad für ca. 30-35 Minuten backen. Vor dem Hausausnehmen die Stäbchenprobe machen.

Diese Cupcakes sind saftig und fein im Geschmack und bleiben unter einer Kuchenhaube für mehrere Tage frisch (wenn sie nicht davor schon vernascht werden).

 

Ich konnte mich nur schwer entscheiden welches Kürbis-Rezept ich diesen Herbst im Blog vorstellen sollte. Sei es eine wohltuende Kürbis-Suppe oder ein würziges Kürbis-Kokoscurry, in Rösti verarbeitet oder geschmorter Kürbis aus dem Ofen….seit Mitte September glitzert und glänzt es immer wieder orange in meiner Küche, ich kann einfach nicht genug kriegen vom Kürbis in all seinen Variationen.

Und als mich dann letzte Woche in einem kleinen Hinterhof in Mailand in einer zauberhaften Cupcake Manufaktur ein Kürbis-Cupcake anlachte, da war die Münze gefallen. Das Rezept vom Rüebli-Kuchen aus dem Buch „Backen nach Ayurveda“ (von Petra und Joachim Skibbe, Pala-Verlag), wird sich ganz bestimmt zu einem ebenso leckeren ayurvedisch-inspiriertem Kürbis-Cupcake verwandeln lassen.

Mein Kürbis-Favorit ist der „kleine Knirps“ oder auch Hokkaido genannt. Diese Kürbissorte ist praktisch in der Verarbeitung weil man ihn erst gar nicht schälen muss. Im Geschmack ist er angenehm süsslich und seine Konsistenz ist angenehm sämig.

 

Kürbis im Ayurveda

Kürbis ist im Ayurveda eine sehr beliebte Zutat die fast ganzjährig auf dem Speiseplan auftaucht. Er nährt das Gewebe, erdet den Geist und eignet sich hervorragend um das Vata und Pitta-Dosha zu harmonisieren. Und diese zwei geraten gerne mit dem Jahreszeitenwechsel im Herbst aus dem Gleichgewicht. Kürbis vermehrt sanft das Kapha-Element und wirkt stärkend ohne den Organismus zu belasten. Zudem enthält er viel Beta-Carotin sowie zahlreiche Mineralien. Auch seine Kerne haben eine medizinische Wirkung, in der Naturheilkunde werden sie vor allem bei Blasenschwäche und Prostatavergrösserung eingesetzt.

 

Kürbis ist gespeicherter Sonnenschein

Die gelbich-orange Farbe der Kürbisfrucht lässt es uns bereits erahnen, Kürbis ist gespeicherter Sonnenschein – ein Bote der guten Laune, nervenstärkend und von sattvischer Natur. Er schenkt Sonnenkraft und Lebensenergie und ist in der Küche so vielfältig verwendbar.

 

Backen nach Ayurveda – warum ohne Ei?

Streng gesehen wird in der Ayurveda-Küche beim Backen immer auf die Zugabe von Eiern verzichtet. Ich muss gestehen dass ich anfangs nur sehr zögerlich ayurvedischen Backrezepte ausprobieren wollte – zu sehr war ich die typische Kombination von Mehl, Zucker und Ei gewohnt und ich backe gerne und oft. Doch die Rezepte aus dem Buch „Backen nach Ayurveda“ haben mich überzeugt – denn sowohl im Geschmack als auch in der Konsistenz des Gebäcks konnte ich keinen Unterscheid feststellen ob nun mit oder ohne Ei – ich vermisse dabei gar nichts.

In der ayurvedischen Lehre wird sehr grossen Wert darauf gelegt dass man reine, d.h. sattvische Lebensmittel verwendet. Eier werden jedoch zu den tamasischen Nahrungsmitteln gezählt, sie stehen energetisch am tiefsten. Sie sind schwer verdaulich und nach den Erkenntnissen des Ayurveda belasten sie über ihren Fäulnisprozess den ganzen Körper. In der Folge entsteht Ama, das sind Schlackenstoffe die sich im Organismus absetzen und das gesundheitliche Gleichgewicht belasten. In dem oben erwähnten Buch kann man noch zahlreiche weitere Gründe für den Verzicht auf Eier nachlesen – ganz so streng sehe ich es nun auch wieder nicht, aber vielleicht hängt das ja mit meinem pitta-lastigen Verdauungsfeuer zusammen – welches glücklicherweise auch hin und wieder ein Ei verkraftet.

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