Risotto mit Kürbis & Salbei

Risotto mit Kürbis und Salbei

Zutaten für ca. 2 Portionen:

Für das Ofengemüse:

  • 250-300 g Kürbis
  • 3-4 EL Olivenöl
  • 3 Gewürznelken
  • ½ Anisstern
  • ½ Zimtstange
  • 1 EL Soja-Sauce
  • ½ Zitrone, Saft
  • 2 EL Ahornsirup
  • ½ TL Ingwerpulver
  • Cayennepfeffer
  • 2-3 Salbeiblätter (Alternative: Rosmarin)

 

Für den Risotto

  • 200g Risotto-Reis
  • 1 EL Ghee
  • 1 Zwiebel, fein hacken
  • 1 Zehe Knoblauch, fein hacken
  • 100-200 ml trockener Weissweib
  • ca. 500 ml warme Gemüsebouillon
  • 1 Prise Safran
  • 1 EL Creme fraiche
  • 1 Handvoll Pinienkerne, geröstet
  • 2-3 Salbeiblätter

Zubereitung:

Den Ofen auf 170 Grad vorheizen.

Kürbis (wenn nötig schälen) und in mundgerechte Stücke schneiden, in eine feuerfeste Ofenschale geben.

Aus den restlichen Zutaten für das Ofengemüse eine Marinade anrühren und alles gut vermengen. Für ca. 20 Minuten im Ofen garen bis die Kürbisstücke weich sind (gelegentlich umrühren).

Für den Risotto verwendet man am besten einen schweren Topf. Darin die Zwiebel und den Knoblauch auf mittlerer Hitze in Ghee andünsten bis sie glasig sind. Den Reis hinzufügen und unter Rühren ebenfalls kurz andünsten.

Nun mit dem Weisswein aufgiessen und die Flüssigkeit unter regelmässigem Rühren einköcheln lassen (ohne Deckel). Die Hitze so drosseln sodass der Reis ständig leicht köchelt. Portionsweise mit der Gemüsebouillon aufgiessen und regelmässig umrühren damit der Reis nicht austrocknet und schön sämig wird.

Während der Kochzeit mit Safran würzen.

Nach ca. 18-20 Minuten (je nach Reissorte unterschiedlich) von der Herdplatte nehmen und eine Esslöffel Creme fraiche unterrühren.

Die Kürbsis-Stücke mitsamt der Marinade unter den Risotto heben und mit Salz und Pfeffer abschmecken.

Mit gerösteten Pinienkernen und gehackten Salbeiblättern anrichten.

Zum offiziellen Winterbeginn stelle ich euch heute ein Risotto-Rezept mit geschmortem Kürbis vor. In der kalten Jahreszeit können wir davon ausgehen dass unser inneres Verdauungsfeuer (Agni) etwas stärker brennt und wir auch eine etwas deftigere und schwerere Kost vertragen die uns gegen die äussere Kälte und Trockenheit schützt. Der Winter ist die Zeit der Innenkehr, die Natur liegt still und auch wir können vielleicht davon etwas lernen und uns mehr zurücklehnen und nach innen kehren, in Ruhe weilen. Das sogenannte „comfort-food“ passt sehr gut zu dieser Jahreszeit, kraftvolle Suppen, herzhafte Eintöpfe, ein liebevoll-süsser Milchreis, oder eben solch ein sämiger Risotto.

Im Gegensatz zur klassischen Risotto-Variante verzichten wir im Ayurveda auf den Parmesan, denn Käse, und vorallem schwerer und lang gereifter, verunreinigt und verstopft die Transportkanäle (Srotas) im Körper. Wie wäre es mit gerösteten Pinienkernen als Topping? Auf den klassischen Schuss Wein im Risotto wollen wir aber nicht verzichten. So steht doch bereits in den alten Ayurveda-Schriften dass der Winter die beste Jahreszeit ist um gelegentlich ein Glas Rotwein zu geniessen.

Der Salbei verleiht dem Risotto eine herbe Note und zudem fördert er die Verdauung von schweren Speisen. Ich bin vor einigen Jahren in einem Jamie-Oliver-Rezept auf eine Kombination von Kürbis und Salbei gestossen und seitdem verwende ich diese Zutaten gerne zusammen.

 

Salbei im Ayurveda

In meinem Garten steht das immergrüne Salbeigewächs im Frühling und Sommer eher im Schatten der anderen Gartenkräuter. Doch sobald es kälter wird pflücke ich mir gerne eine paar Blätter für einen frischen Tee, zusammen mit Honig eine sehr feine Kombination die dem Hals und der Stimme schmeichelt. Bei Halsschmerzen wird der Salbei sehr gerne zum Gurgeln empfohlen. Durch seine antibakterielle und virushemmende Wirkung ist der Salbei ein Universalmittel bei Erkältungskrankheiten, er hat eine sekrethemmende Wirkung und beseitigt überschüssigen Schleim.

Aus der Sicht des Ayurveda wirkt der Salbei Vata und Kapha ausgleichend, durch seinen leicht scharfen Geschmack kann er im Übermass Pitta erhöhen. Bei ausgeprägter Trockenheit oder hohem Vata sollte man den Salbei nur mit Vorsicht geniessen, da er durch seine schleimreduzierende Eigenschaft dann zu austrocknend wirken kann. Auch während der Schwangerschaft und Stillzeit wird vom Salbei eher abgeraten da er die Milchabsonderung hemmt.

 

Salbei – klärt den Geist

Wegen seiner besonders klärenden Kraft verwende ich Salbei sehr gerne zum Ausräuchern von Räumen. Er ist ein Klassiker unter den Räucherwerken. In seiner Verwendung ist er ganz einfach: man lässt ein getrocknetes Blatt über einer Flamme anglimmen und schon verbreitet sich der klärende Duft, belastende Gedanken lösen sich oder dichte Energien verziehen.

Salbei befreit von störenden Emotionen und er fördert inneren Frieden, Ruhe und Klarheit.

Und das wünsche ich uns allen zum Jahresende: Frieden – Ruhe und Klarheit – wenn die Zeit im aussen noch schneller vorbeizieht, sich die Erledigungen häufen und die Ereignisse überschlagen.

 

In diesem Sinne, verabschiede ich mich für eine kleine Winterpause und ich wünsche dir ein lichtvolles und ruhiges Weihnachtsfest und einen energievollen Start ins neue Jahr!

Auf bald, Daniela

 

 

 

 

2 responses to “Risotto mit Kürbis & Salbei

  1. Heute hab ich dieses ansprechende Gericht ausprobiert, da ich noch angeschnittenen Kürbis habe. Leider ist mir die Marinade für das Gemüse nicht ganz gelungen. Sie war etwas gar intensiv. Hast Du die Gewürze vorher gemörsert oder ganz im Sud belassen? Ansonsten gefällt mir die Zusammenstellung sehr, ebenso wie das trockene Weissweib 😉

    1. Lieber Sandro, danke für deinen Nachricht. Ich habe die Gewürze ganz gelassen sodass sie dem Sud den Geschmack geben. Vor dem Anrichten kann man sie entfernen oder drinnen lassen, wie man möchte. Das habe ich vielleicht nicht deutlich im Rezept vermerkt und werde es bei Gelegenheit anpassen. Danke für den Hinweis und ich hoffe es gelingt dir beim nächsten Mal besser.

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