Spargelsalat an Feigendressing

Zutaten für den Salat: 

Gemischte grüne Blattsalate wie Rucola, Kresse, Portulak, Löwenzahn (alles was grün und blättrig ist und dir schmeckt)

½ Bund Radieschen

500 g grüne Spargeln

300 g Kartoffeln („neue Ernte“ oder kleine festkochende)

1 Avocado

1 Frühlingszwiebel in dünne Ringe geschnitten

½ Bund Schnittlauch und/oder andere frische Kräuter

 

Zutaten für’s Feigendressing:

3 EL Olivenöl

1 TL Feigensenf (oder gewöhnlicher Senf)

1 EL Honig

1 getrocknete Feige in kleine Stücke geschnitten

Saft von ½ Zitrone

Cayennepfeffer

Salz

1 EL Wasser

 

Zubereitung 

Die Kartoffeln waschen und in Salzwasser (oder im Dampfgarer) gar kochen. Wenn nötig die Kartoffeln schälen und anschliessend in mundgerechte Stücke schneiden, warmhalten.

Das untere Drittel der Spargel schälen, und die Spargel schräg in 2-3 cm lange Stücke schneiden. Die Spargelstücke im Dampfgarer oder in einem Topf mit Siebeinsatz kurz dünsten bis sie noch knackig aber doch gar sind, salzen, warmhalten.

Die Blattsalate waschen und trocken schleudern, das restliche Gemüse waschen, rüsten und in mundgerechte Stücke schneiden.

Für das Feigendressing alle Zutaten verrühren und abschmecken.

In einer grossen Salatschüssel die Blattsalate mit dem restlichen Gemüse vermengen, die warmen Kartoffelstücke sowie die Spargeln dazugeben und alles mit dem Dressing gut mischen. Auf Teller anrichten und mit dem gehackten Schnittlauch oder anderen frischen Kräutern bestreuen.

Nach Belieben kann der Salat noch mit etwas mildem Balsamico-Essig nachgewürzt werden.

Noch lauwarm geniessen!

 

Mit diesem lauwarmen Spargelsalat möchte ich das frische und frühlingshafte Grün in unsere Küchen bringen. Die vielen Grün-Nuancen der Blattsalate auf dem Frischmarkt sind eine Wohltat für’s Auge und auch für unser Befinden. Die Bitterstoffe die u.a. in allem grünen Blattgemüse enthalten sind wirken antitoxisch und reduzieren die Feuchtigkeit im Körper, und genau das brauchen wir in der Frühlingszeit.

Aus der Sicht des Ayurveda schmilzt nämlich im Frühling nicht nur der Schnee sondern auch das Kapha (Element Wasser und Erde) in uns.

Was passiert wenn Kapha schmilzt?

Während des Winters vertragen wir eine schwerere Kost und auch vielerlei Ablagerungen können sich im Körper festsetzen, ohne dabei irgendwelche Krankheitssymptome hervorzurufen. Der Körper ist nach innen gerichtet, er hält fest und gibt nur wenig ab. Grund dafür ist die einhüllende Eigenschaft von Kapha.

Während im Winter die aufgebauten Fettreserven als Schutzmantel und Polster dienen kann dieser „Winterspeck“ unser körperliches Wohlbefinden im Frühjahr stark belasten. Mit den wärmeren Temperaturen kommt das Kapha sozusagen zum „schmelzen“ und der Überschuss verflüssigt sich und verbreitet sich im Körper. Viele Menschen fühlen sich im Frühling müde, erschöpft, leiden an Allergien oder auch an der typischen Frühjahrsmüdigkeit. Grund dafür sind aus ayurvedischer Sicht die winterlichen Altlasten (=Kapha-Überschuss), eine frühlingshafte Ernährung und Lebensweise kann uns wieder zum Gleichgewicht verhelfen. Am effektivsten ist es, wenn man gleichzeitig an mehreren Fronten arbeitet – d.h. mehrdimensional, mit einer ausgleichenden Ernährung, einer angepassten Lebensweise und typgerechten Körper- und Atemübungen.

Durch eine Kombination der reinigenden und anregenden Massnahmen soll einerseits das Verdauungsfeuer (Agni) gestärkt werden und Stoffwechselschlacken (Ama) beseitigt, andererseits muss darauf geachtet werden dass die Transportkanäle (Srotas) im Körper geöffnet bleiben und Bewegung in den Stoffwechsel gebracht wird.

 

Folgende Tipps aus dem Ayurveda möchte ich dir für die Frühlingszeit ans Herz legen: 

 

Die Frühlingskost:

Bevorzuge eine reinigende und leicht verdaubare Nahrung wobei die Geschmacksrichtungen bitter und scharf zu bevorzugen sind. Und glücklicherweise hilft uns die Natur mit all ihren frühlingshaften Schätzen wie: Blattsalate, Spinat, Spargel, Bärlauch, Radieschen, Löwenzahn, Kresse, … um genau diesen Effekt zu erzielen.

Meide schwer verdauliche Lebensmittel sowie zu viel Süsses und Saures. Süsse Früchte können hilfreich sein um den Körper zu reinigen, am besten warm zubereitet und leicht gewürzt als Kompott (ich denke z.B. an ein fein gewürztes Rhabarber-Kompott…)

 

Gewürze und Kräuter:

Aus der Bandbreite der ayurvedischen Gewürze sind z.B. Kreuzkümmel, Kurkuma, Ingwer und Pfeffer (auch Pippali, der lange Pfeffer) für den Frühling besonders geeignet. Aber auch alle frischen Garten- und Wildkräuter enthalten Bitterstoffe, regen den Zellstoffwechsel an und helfen dem Körper zu entgiften.

 

Abgekochtes Wasser:

Auch Wasser spielt eine wichtige Rolle beim „Reinmachen“ und es wird empfohlen um heisses, abgekochtes Wasser schluckweise über den Tag verteilt zu trinken. Der ausleitende Effekt kann durch diverse Kräuter (Brennessel….) und Teemischungen unterstützt werden. Und wer eine Abwechslung zum morgendlichen Ingwerwasser wünscht der kann auch frisch abgekochtes Wasser mit einem Spritzer Zitronensaft und etwas Honig zu sich nehmen, es wirkt besonders förderlich auf den Fettstoffwechsel. (Honig bitte niemals ins brühend-heisse Wasser geben denn er sollte nicht zu stark erhitzt werden.)

 

Körperübungen und Massagen:

Auch äusserliche Anwendung wie eine Abhyanga Ganzkörpermassage mit anschliessendem Dampfbad oder eine anregende Bürstenmassage mit einem Seidenhandschuh, können beim Abtransportieren der Altlasten ein wahres Wunder bewirken. Tägliche Körper- und Atemübungen bringen den Stoffwechsel auf Hochtouren und unterstützen uns um Ballast abzuwerfen. Den Mittagsschläfern wird geraten um ihr Nickerchen durch einen zügigen Spaziergang an der frischen Luft zu ersetzt.

 

Jahreszeit des Neustarts:

Die Qualitäten der Frühlingszeit lassen uns eine kraftvolle Lebensfreude und eine dynamische Leichtigkeit spüren. Es ist die Jahreszeit des Neustarts, und das nicht nur in der Natur. Nutzen wir die Gelegenheit um uns von Altlasten und ungeliebten Gewohnheiten zu verabschieden und eine neue Balance zu finden. Vielleicht gibt es noch ein paar Schubladen oder Kästen die nur darauf warten um ausgemistet zu werden? Oder vielleicht möchtest du sogar deinen Körper mit einer reinigenden Detox-Kur „entrümpeln“, dazu mehr hier und hier im Blog.

 

Und nach all den Anstrengungen und Bemühungen um dem vitalen „Frühlings-Groove“ zu folgen sollte man eines nicht vergessen – entspannt und locker zu bleiben und sich auf den Frühlings-Flow einzulassen – raus in die Natur, Wiesen und Gärten und die Kraft der Sonnenstrahlen geniessen!

Think green – eat green – go green!

 

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