Geröstete Pastinaken-Suppe mit Birne

Zutaten

  • 500g Pastinaken
  • 1 kleine Kartoffel, mehlig
  • 1 grosse Zwiebel
  • 1-2 Zehen Knoblauch
  • 1-2 EL Ghee oder Olivenöl
  • 1 TL Schwarzkümmel/Nigella
  • 1 Anisstern
  • 1 grosse Birne
  • 600 ml Gemüsebouillon
  • Muskatnuss gerieben, Paprikapulver
  • Salz, schwarzer Pfeffer

Für diese Suppe werden die Zutaten im Ofen geröstet und danach im Standmixer oder mit dem Pürierstab mit der Gemüsebouillon zerkleinert. Durch das langsame Rösten entwickelt die Pastinake einen sehr feinen und nussigen Geschmack.

Zubereitung

Den Ofen auf 160 Grad vorheizen.

Pastinaken, Kartoffel und auch die Zwiebel schälen und in ca. 2-3cm Würfel schneiden, in eine feuerfeste Ofenschale geben. Mit Knoblauch, Schwarzkümmel, Anisstern und Ghee/Olivenöl und ½ Tasse Wasser marinieren und für ca. 20 Minuten im Ofen rösten. Gelegentlich das Gemüse wenden sodass die Pastinaken nicht braun werden, denn sonst schmecken sie bitter.

Nach 20 Minuten wird die grob gewürfelte Birne unter das Gemüse gehoben und alles für weitere 20 Minuten im Ofen geröstet.

Den Anisstern entfernen und das weiche Gemüse mit der Gemüsebouillon in einem Standmixer (oder mit einem Pürierstab) zerkleinern. Eventuelle noch mehr Flüssigkeit hinzufügen bis die gewünschte Dicke erreicht ist.

Zum Schluss wird die Suppe nochmals kurz aufgekocht und man schmeckt sie mit einer Prise Muskatnuss, Paprikapulver, Salz und Pfeffer ab.

Vielleicht ist es etwas ungewöhnlich um die Zutaten einer Suppe erst im Ofen zu rösten, aber ich finde, dass sich durch das langsame Rösten die Geschmackstoffe der Pastinake sehr angenehm entwickeln und das nussig-süsse Aroma sehr fein zur Geltung kommt. Zudem ist es auch praktisch um das Gemüse nach dem schnippeln einfach in den Ofen zu schieben und man hat die Hände frei.

Ich habe mich gefragt wo war die Pastinake all die Jahre? Irgendwie ist mir diese weisse Rübe während meiner Jugendzeit nie begegnet. Und bei meinem Besuch der Ausstellung „Wer is(s)t denn da?“ im Naturmuseum Solothurn habe ich dann zufällig erfahren, dass die Pastinakenwurzel bis ins 18. Jahrhundert eine sehr wichtige Grundnahrungspflanze war. Die Heimat der Pastinake ist Süd- und Mitteleuropa und von dort kam sie zur Römerzeit in unsere Breitengrade. Durch die Entdeckung der Kartoffel und den kultivierten Anbau der Karotte wurde sie dann aber verdrängt und geriet in Vergessenheit.

Gemeinsam mit anderen „alten Gemüsesorten“ erlebt die Pastinake seit einigen Jahren ein Comeback. Für den typischen aromatischen und süsslichen Geschmack sorgen die in der Pastinake enthaltenen ätherischen Öle. Das Wurzelgemüse hat eine leicht antibakterielle und blutreinigende Wirkung und ist ein ideal erdendes „Winterfutter“. Auf die Verdauung wirkt sie harmonisierend und ihr relativ hoher Mineralstoffgehalt wirkt positiv auf das Nervensystem des menschlichen Organismus.

Ich verwende die Pastinake gerne für Eintopfgerichte (z.B. im Kurkuma-Gemüsecurry, Chili sin Carne), mische sie zum Ofengemüse oder verarbeite eine Wurzel im Kartoffelpüree.

 

Zum Schwarzkümmel – Nigella

Den Schwarzkümmel kennen wir aus der orientalischen Küche, wir finden die kleinen pechschwarzen Samen sehr oft auf Fladenbrot oder in würzigen Dahl Gerichten. Anders als der Name vermuten lässt ist der Schwarzkümmel nicht verwandt mit dem herkömmlichen Kümmel, sondern er ist ein Hahnenfussgewächs. In der Hausapotheke wird er gerne in Form von Schwarzkümmelöl bei Diabetes oder auch bei Heuschnupfen verwendet. Schwarzkümmel wirkt u.a. antibakteriell, schmerzstillend und krampflösend und wirkt bei Verdauungsbeschwerden wie Blähungen oder Völlegefühl.

Falls du keinen Schwarzkümmel zur Hand hast dann würde ich mit einer Mischung aus Kreuzkümmel und Koriandersamen diese Suppe würzen.

 

Und falls du nach dieser Suppe noch mehr Lust auf „Suppe aus dem Ofen“ bekommst, dann findest du hier im Blog ein ähnliches Rezept: Kürbis-Suppe mit Apfel.

Herzliche Grüsse aus der Küche,

Daniela

 

One response to “Geröstete Pastinaken-Suppe mit Birne

  1. Hallo Daniela, erstmals vielen Dank für Deine tollen Rezepte und Infos. Schade, dass sich die Rezepte nicht direkt ausdrucken lassen, liesse sich da etwas ändern?
    Grüsse
    Ursula

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Newsletter

Möchtest du regelmässig über die neuesten Beiträge informiert werden? Dann melde dich hier für den Ayurfood Newsletter an: