Orientalischer Kichererbsen-Eintopf

ZUTATEN:

  • 8 getrocknete Aprikosen
  • ca. 6 Safranfäden
  • 200g Kichererbsen gekocht (getrocknet ca. 100g)
  • 2-3 EL Ghee
  • 2 cm frischer Ingwer
  • 1 rote Chili
  • 2 Zehen Knoblauch
  • 2 TL Kurkuma
  • Je 1 TL Kreuzkümmel/Cumin, Koriander und Schwarzkümmel, gemahlen
  • 3-4 Nelken
  • 3 Lorbeerblätter
  • 1-2 Zimtstangen
  • 2 Sternanis
  • etwas Asafoetida (auch Hing, Stinkasant oder Teufelsdreck genannt)
  • 4 Schalotten
  • Gemüse je nach Vorrat z.B. Rüebli, Pastinake, Lauch, Fenchel, Kürbis, oder Süsskartoffel
  • Glatte Petersilie
  • Naturjoghurt

 

Anmerkung: Beim Kombi-Dampfgarer gibt es die Möglichkeit um der Umluft noch etwas Feuchtigkeit hinzuzufügen. Bei meinem Ofen heisst diese Einstellung „Heissluft feucht“. Dadurch wird das Gemüse sehr schonend gegart und es trocknet weniger aus.  

ZUBEREITUNG:

Kichererbsen über Nacht einweichen und am nächsten Tag butterweich kochen – oder Kichererbsen aus dem Glas verwenden – im Sieb gut abspülen.

Den Ofen auf 190 Grad vorheizen. Die getrockneten Aprikosen vierteln und mit den Safranfäden in einer Tasse mit heissem Wasser einweichen.

Karotten, Pastinake und Schalotten («hartes Gemüse») in ca. 2cm grosse Stücke schneiden und in eine Ofenschale geben. Zimtstange, Sternanis, Lorbeerblätter, gehackter Knoblauch und Chili sowie geraffelten Ingwer dazugeben. Die restlichen Gewürze hinzufügen und alles mit 2-3 EL Ghee umrühren. Für ca. 15 Min. im Ofen backen.

Nun die «weicheren Gemüsesorten« wie Lauch- und Kürbis-Stücke in die Form geben sowie die Aprikosen mitsamt dem Safran-Wasser. Ebenso die Kichererbsen und alles gut vermischen (evtl. noch 1 Tasse Wasser hinzufügen). Für weitere 30-40 Minuten zurück in den Ofen stellen. Das Gemüse soll weich gegart sein.

Mit Salz und Pfeffer abschmecken, mit gehackter Petersilie bestreuen und mit einem Klecks Naturjoghurt servieren.

 

TIPP: Für eine zeitsparende Variante kann man die einzelnen Gewürze auch durch die marokkanische Gewürzmischung «Ras el Hanout» (z.B. von Soul Spice)  ersetzen. Ich würde aber die Aprikosen auf jeden Fall noch in Safran-Wasser einweichen, Für eine bessere Verträglichkeit der Kichererbsen evtl. auch noch zusätzlich etwas Asafoetida verwenden. 

Die orientalische Küche lässt sich sehr gut mit Ayurveda-Rezepten vereinen.

In beiden Küchen kommen zahlreiche Gewürze zum Einsatz und ihre Düfte bezaubern bereits beim Kochen. Ebenso haben in beiden Küchen Hülsenfrüchte in unterschiedlichen Variationen eine grosse Bedeutung. Interessant finde ich auch der geschmackliche Ausgleich – während wir in der traditionellen Ayurveda-Küche sehr oft mit Hilfe eines Chutneys den süssen Geschmack in ein Menü zaubern, wird dies in der orientalischen Küche gerne durch die Kombination von Trockenfrüchten gemacht. Man denke an Rosinen im Couscous oder eben wie in diesem Kichererbsen-Eintopf durch die getrockneten Aprikosen. Sie runden die scharf-würzige Speise mit einer lieblichen süssen Note ab.

In meinen Kochkursen und Ayurveda-Beratungen betone ich immer wie wichtig es ist, um auch die Süsse im Leben miteinzubauen, natürlich spreche ich von einer „gesunden“ Süsse. Zu oft begegnen mir verbitterte Menschen oder Leute die sich nach einem selbst auferlegten und sehr strengen Regime ernähren oder leben.

Dabei ist der Genuss und ein gesundes Mass an Süsse im Leben so wichtig für uns. Wie so oft im Leben liegt auch hier die Herausforderung in der Suche des individuellen Mittelmasses – eine gesunde Mischung zwischen Disziplin und Laissez-faire.

Süss ist die Muttermilch uns somit der erste Geschmack den wir kennenlernen. Er wirkt stabilisierend, nährend, befeuchtend und extrem beruhigend.

Logisch dass es uns unter Druck und im Stress dann oft ganz unbewusst zu Süssem zieht, leider jedoch eher zu ungesunden Süssigkeiten. Auch Heisshunger-Attacken können wir frühzeitig abfangen wenn wir uns in Massen eine gesunde Süsse erlauben und die unterschiedlichen Geschmacksrichtungen in einer Mahlzeit vereinen und ausgleichen.

 

Happy cooking!

Daniela

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