Ayurveda Frühstück – mit Mandel-Topping

Haferporridge: ZUTATEN (für 2 Portionen):

  • 80 g Haferflocken
  • 2 getrocknete Feigen, in kleine Stücke geschnitten
  • 1-2 Scheiben Ingwer (Alternative: ¼ TL Ingwerpulver)
  • ¼ TL Kardamom gemahlen
  • 250 ml heisses Wasser
  • 150 ml pflanzliche Milch (z.B. Mandel- Reis oder Kokosmilch)
  • 1 Apfel
  • 1 TL Ghee
  • Zimtpulver
  • Ahornsirup oder andere natürliche Süsse

 

ZUBEREITUNG:

Am Vorabend die Haferflocken, Feigen und die Ingwer-Scheiben in einem kleinen Topf mit dem heissen Wasser übergiessen, Deckel drauf und über Nacht stehen lassen.

Am nächsten Morgen den Haferbrei erhitzen, mit Kardamom würzen und mit der Milch aufgiessen. Alles auf kleiner Flamme köcheln lassen bis die Flocken zerfallen und der Brei die richtige Konsistenz hat (evtl. etwas mehr Flüssigkeit hinzufügen).

Den Apfel in mundgerechte Stücke schneiden und in einer heissen Pfanne im Ghee anbraten, mit Zimt würzen.

Vor dem Servieren die Ingwerscheiben entfernen, den Porridge mit Zimt und Ahornsirup abschmecken und mit den warmen Apfelstücken sowie dem Mandel-Topping bestreuen.

MANDEL-TOPPING

Dieses Mandel-Topping mach ich sehr gerne auf Vorrat, damit peppe ich dann den Porridge oder auch mal ein Dessert auf (z.B. diese Golden-Milk-Creme).

Man benötigt:

  • Mandelblätter
  • Pistazien ungesalzen
  • Sesam
  • Sonnenblumenkeren und/oder Kürbiskerne
  • Anis-Samen
  • (nach Wunsch etwas Sharkara- oder Kokosblütenzucker)

In einer heissen Pfanne die Mandelblätter langsam rösten bis sie sich hellbraun verfärben, immer wieder umrühren und die Mandelblätter in eine Schale geben.

Danach die Pistazien anrösten bis sie sich leicht färben, Pistazien grob hacken und ebenfalls in die Schale geben. Sonnenblumenkerne und/oder Kürbiskerne sowie den Sesam auch anrösten – alle Zutaten vermischen. Anissamen anrösten bis es leicht duftet, grob mörsern, unter das Mandel-Topping mengen und nach Wunsch leicht süssen.

Auskühlen lassen und in ein gut verschliessbares Vorratsglas abfüllen.

Ein warmer Porridge am Morgen ist DER Frühstücks-Klassiker im Ayurveda. Es gibt zahlreiche Rezepte und Zubereitungsvarianten, in der heute vorgestellten Version werden die Getreideflocken über Nacht eingeweicht, ich finde das spart etwas Zeit im gedrängten Alltag am Morgen.  

In der Ayurveda-Lehre ziehen sich die drei Doshas VATA, PITTA und KAPHA praktisch durch alle Lebensbereiche, und ihre Basis bilden immer die 5 Grundelemente: Erde, Wasser, Feuer, Luft und Äther. 

Die drei Doshas können wir uns manchmal nur schwer vorstellen, denn in unseren Kulturkreis haben wir keine ebenbürtigen Begriffe dafür. Man sagt auch es sind „Funktionsprinzipien“ und bilden den Übergang zwischen der grobstofflichen und der feinstofflichen Materie.

Am geläufigsten sind wohl die drei Körper- oder Konstitutionstypen und ihre Beschreibung mit ihren typischen Besonderheiten. Die individuelle Verteilung der drei Doshas prägt die gesamte Persönlichkeit eines Menschen, unsere Vorlieben und Abneigungen, unsere Stärken und Schwächen – auch mancherlei Eigenheiten und Ticks deuten auf ein bestimmtes Dosha hin.

Die Doshas wirken auch in den äusseren Phänomenen der Natur und ziehen sich durch die JAHRES- bzw. TAGESZEITEN hindurch. Wie fühlst du dich am Morgen? 

Die Zeit am Morgen zwischen 6h00 und 10h00 ist dem KAPHA-Dosha zugeordnet welches sich aus den beiden Elementen Erde und Wasser zusammensetzt, ebenso die Frühlingszeit, bzw. der Übergang vom späten Winter in den Frühling (ab ca. Februar). Die Frühjahrsmüdigkeit ist z.B. ein sehr typischer Begleiter der Kapha-Zeit – unsere kreativen Säfte sind zu dieser Zeit noch im Winterschlaf.

Kapha wird u.a. mit den Attributen schwer, langsam, unbeweglich, träge, feucht, schleimig und weich beschrieben.

Diese Langsamkeit wirkt auch auf unser Verdauungsfeuer das in den Morgenstunden eher schwach und träge brennt bevor es zur Mittagszeit seinen Höhepunkt erreicht. Deshalb sollten wir am Morgen ganz bewusst auf ein leicht verdaubares Frühstück achten und uns nicht mit schwerer Nahrung „überschütten“.  Zugegeben, ein einziger Haferporridge wird auch keine Wunder bewirken – ABER er ist ein idealer Kick-Starter um mit frischer Energie die Ausrichtung des neuen Tages zu bestimmen.

Ich finde auch, dass ein warmer Frühstücksbrei ein herrlich wohliges Gefühl in den Bauch zaubert. Er sättigt aber man fühlt sich nicht übersättigt. Es ist ein all-year-round Klassiker und die einzelnen Zutaten können je nach Saison und Konstitutionstyp angepasst werden.

Allgemein gilt es beim Frühstück folgendes zu beachten:

  • leicht verdaubar
  • warm
  • der Saison angepasste frische Zutaten
  • nicht zu grosse Portion
  • meide die Kombination von Milchprodukten und frischen Früchten

 

Ein Porridge aus Haferflocken ist eine Variante die generell allen drei Dosha-Typen bekommt aber es wirkt vor allem für Vata und Pitta-Menschen sehr förderlich. Wer bereits einen hohen Kapha-Anteil in seiner Grundkonstitution hat, der könnte das Frühstück auch überspringen oder nur gedünstete Früchte zu sich nehmen.

Für einen VATA Menschen darf der Porridge ruhig etwas süsser und sämiger sein und er kann auch mit Rahm oder etwas mehr (pflanzlicher) Milch angereichert werden. Mandeln, Nüsse oder knackige Samen mag der PITTA-Typ sehr gerne als Topping auf seinem Frühstücksbrei.

Zum Porridge passende Gewürze sind z.B. Kardamom, Vanille, Zimt, Ingwer, Anis oder auch Kurkuma.

Haferflocken sind relativ leicht verdaubar und deshalb passen sie hervorragend in die Kapha-Zeit, wenn unser Verdauungsfeuer noch nicht auf Hochtouren läuft. Die kraftvollen Inhaltstoffe und der hohe Gehalt an Magnesium schützen das Herz-Kreislaufsystem und wirken zudem stärkend auf das Nervensystem.

 

Ich wünsche dir einen energievollen Start in den Tag! 

Daniela

2 responses to “Ayurveda Frühstück – mit Mandel-Topping

    1. Liebe Madeleine, danke für dein Interesse. In den alten Ayurveda-Schriften sind einige Food-Kombinationen genannt, die für den Körper schwer verträglich sind und Ama/Schlackenstoffe produzieren, eine dieser unverträglichen Kombinationen sind frische Früchte mit Milchprodukten. Diese zwei Lebensmittel werden „unterschiedlich“ verdaut und wirken dadurch gegensätzlich. Frische Früchte sollten allgemein, am besten separat von anderen Speisen verzehrt werden. Sie gehen meist recht rasch durch den Verdauungsprozess durch, wenn noch andere Speisen „unterwegs“ sind, wird der laufende Prozess gestört. Dies eine kurze aber hoffentlich verständliche Erklärung der sehr weitläufigen und komplizierten Zusammenhänge. Ähnliche Erklärungen gibt es auch in der moderneren Ernährungslehre, wobei man dort auf die unterschiedlichen Enzyme eingeht die diese Speisen benötigen.

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