Es gibt Rezepte, die ich immer wieder gerne koche, diese Suppe ist eines davon. Sie ist in unter 30 Minuten fertig und macht satt ohne zu beschweren. Die Blumenkohl-Suppe mit Mandeln schmeckt dabei so cremig und elegant, dass man kaum glaubt, welche Zutaten drinstecken.
Blumenkohl und Mandeln: eine kraftvolle Kombination
Blumenkohl gehört zur grossen Familie der Kreuzblütler zu der auch Brokkoli, Rosenkohl, Weisskohl, Kohlrabi und Rucola zählen. Was diese Gemüsesorten alle gemeinsam haben: Sie enthalten Pflanzenstoffe, die im Körper eine bemerkenswerte Wirkung auf den Hormonhaushalt entfalten.
Für Frauen ist das besonders relevant. Diese Stoffe helfen nämlich der Leber dabei, Östrogen effizienter abzubauen und umzuwandeln. Kreuzblütler fördern die Bildung der „guten“ Östrogenmetaboliten und können so helfen, ein Östrogendominanz-Ungleichgewicht zu mildern.
Wer regelmässig Blumenkohl, Brokkoli und Co. isst, unterstützt seinen Körper dabei, die Hormone besser in Balance zu halten.
Im Ayurveda schätzen wir Blumenkohl als leichtes, reinigendes Gemüse, das Kapha und Pitta reduziert und die Leber unterstützt. Die Leber ist im Ayurveda das zentrale Organ für die Regulation von Pitta und damit auch von Entzündungen und hormonellen Prozessen.
Alle Kohlsorten könnten jedoch das Vata Dosha erhöhen, und hier kommen unsere ausgleichenden Zutaten ins Spiel: wärmende Gewürze und die cremige Mandelmilch. Das alles verwandelt diese Suppe in ein sanftes, nährendes Gericht das für alle Doshas bekömmlich ist.
Mandeln: für die Schönheit und die Nerven
Mandeln gehören im Ayurveda zu den wertvollsten Nahrungsmitteln. Sie gelten als Vata-ausgleichend, nährend für das Nervengewebe und stärkend für Ojas, also für unsere Lebenskraft und innere Ausstrahlung.
Was die moderne Ernährungswissenschaft bestätigt: Mandeln liefern wertvolle einfach ungesättigte Fettsäuren, die entzündungshemmend wirken und Herzgesundheit fördern. Sie sind reich an Vitamin E, einem wichtigen Antioxidans, das Zellen vor Schäden schützt. Das ist besonders relevant für Frauen in der zweiten Zyklushälfte oder in der Perimenopause, wenn oxidativer Stress zunimmt. Ausserdem enthalten sie Magnesium, das massgeblich an der Nervenregulation, am Schlaf und am Umgang mit Stress beteiligt ist.
Ein alter Ayurveda-Tipp, den ich meinen Kursteilnehmerinnen immer wieder mitgebe:
Mandeln am Abend einweichen, am Morgen schälen und essen.
Durch das Einweichen werden die Enzyme aktiviert, die Phytinsäure abgebaut, die sonst Mineralien binden würde. Das macht die Mandeln nicht nur leichter verdaulich, sondern erhöht die Bioverfügbarkeit aller Nährstoffe deutlich. Probier’s doch einfach mal aus, ich finde der Unterschied ist spürbar.
In diesem Rezept wirken die Mandeln als eine Art Sahne-Ersatz: Sie machen die Suppe wunderbar cremig, ohne dass ein Tropfen Rahm nötig wäre. Ideal ist es natürlich, wenn du die Zeit hast um eine selbstgemachte Mandelmilch zuzubereiten. Dazu benötigst du einen leistungsstarken Blender (Anleitung dazu findest du z.B. hier). Die Mühe lohnt sich denn es macht tatsächlich einen Unterschied in Wirkung, Cremigkeit und Geschmack.
Diese Suppe ist für mich ein kleines Beispiel dafür, wie Ayurveda im Alltag wirklich funktioniert: hochwertige Zutaten, kluge Kombination, grosse Wirkung.
Ich wünsche dir viel Freude beim Ausprobieren,
Daniela















