Zitronen-Reis-Suppe

Zutaten für 4 Portionen:

 

  • 1 EL Ghee oder Kokosöl
  • 4-6 Safranfäden in warmem Wasser einweichen
  • 1 TL Senfsamen
  • 2 Nelken
  • ½ TL Kurkuma
  • 1 Lorbeerblatt
  • 50 g Basmatireis
  • 1 EL Kokosmus oder 100ml Kokosmilch
  • 1 Karotte, geschält, klein gewürfelt
  • 100 g Lauch, klein gewürfelt
  • ½ Zitrone, abgeriebene Schale
  • 2 EL Zitronensaft
  • 700 ml Gemüsebouillon
  • 1 Handvoll frischer Koriander, gehackt
  • Steinsalz

Zubereitung:

 

Das Ghee/Kokosöl in einem Topf erwärmen und die Senfsamen darin anrösten bis sie springen.

Dann rasch die Karotte, den Lauch, den Reis, Nelken, Lorbeerblatt und Kurkuma hinzufügen, gut umrühren und kurz anbraten.

Das Safranwasser, die Zitronen-schale sowie den -Saft beifügen und mit der Gemüsebouillon ablöschen. Das Kokosmus (oder die Kokosmilch) ebenfalls dazu geben.

Für ca. 20 Minuten bei mittlerer Hitze ohne Deckel köcheln lassen, evtl. mit Wasser strecken. Das gehackte Koriandergrün dazugeben, die Hitze reduzieren und mit geschlossenem Deckel für 5 Minuten nachziehen lassen.

Mit Salz abschmecken und rasch servieren. Wenn man die durchgekochten Reiskörner nicht mag dann kann man die Suppe natürlich auch mit dem Pürierstab zerkleinern.

Trotz des anhaltenden Sommerwetters spüre ich wieder langsam das Verlangen nach einem warmen, wohligen Süppchen. Ehrlich gesagt habe ich den ganzen Sommer über zwar sehr oft warm, aber nur selten eine Suppe gekocht. Ich war während der Sommerferien viel unterwegs und bekanntlich erhöht Reisen das luftige Vata-Element.

Diese erfrischende Zitronen-Reis-Suppe gleicht alle drei Doshas aus und wirkt stabilisierend auf unseren Körper. Die Zubereitung ist recht einfach, ich verwende gerne Bio-Kokosmus, aber wenn ihr das nicht zuhause habt dann könnt ihr auch ungeniert Kokosmilch gebrauchen. Die Inspiration zu diesem Gericht stammt aus dem Kochbuch „Ayurvedisches Kochen mit den Jahreszeiten“, erhältlich im AT Verlag, ich habe das Rezept nur leicht abgeändert.

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Hier ein paar Gedanken zum sauren Geschmack:

Die sechs Geschmacksrichtungen süss sauer, salzig, scharf, bitter und herb/zusammenziehend helfen uns eine ausgewogene Balance der Konstitution zu erhalten. Neben den Bioenergien Vata, Pitta und Kapha lassen sich auch die Geschmacksrichtungen von den fünf Elementen herleiten. Der saure Geschmack entsteht aus der Verbindung der Elemente Erde und Feuer, er vermindert Vata, vermehrt Pitta und verflüssigt Kapha. Beispiele für saure Nahrungsmittel sind Beeren- und Zitrusfrüchte, Tomaten, Essig oder Fermentiertes.

Auf unseren Organismus wirkt der saure Geschmack anregend und aktivierend, er schenkt uns Leichtigkeit und Kreativität. Eine leichte Säure schärft den Geist und regt den Appetit an. Durch die befeuchtende und erhitzende Qualität können saure Substanzen Vata-Beschwerden lindern. Bei Entzündungen oder anderen Pitta-Problemen sollte der saure Geschmack jedoch eher gemieden werden.

Ein Übermass an sauer kann uns auf emotionaler Ebene „richtig sauer“ werden lassen, also gereizt, panisch und auch nervös. Körperlich wirkt sich eine zu saure Nahrung negativ u.a. auf den Magen und die Blutqualität aus. Sauer nährt alle Gewebselemente ausser dem Fortpflanzungsgewebe. In den ersten sieben Monaten der Schwangerschaft und bei einem Kinderwunsch wird deshalb von sauren Speisen abgeraten.

Eine Ausnahme bilden der Granatapfel und die indische Amla-Frucht, beide haben zwar einen sauren Geschmack, sie vermehren jedoch nicht die Feuerkraft im Körper.

 

Zum Glück sind die Zutaten für dieses Süppchen ausgeglichen gewählt und der frische Koriander sowie das kühlende Kokosmus dämpfen die zitronig-saure Hitze…..

Gutes Gelingen und sonniger Gruss, Daniela

 

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