Summerdrink & kühlende Zutaten

Kühlender Sommerdrink:

 

Zutaten:

  • 1 Liter Wasser
  • 10 Kardamom-Kapseln
  • 2 Prisen Kurkumapulver
  • 2 Scheiben Ingwer
  • 1 TL Koriandersamen
  • je ½ Bund Minze und Basilikum
  • 1 Zitrone
  • Honig
  • Frische Lavendelblüten oder Zitronengras

Zubereitung: 

Koche in einem Topf mit ca. einem Liter Wasser für ca.10 Minuten folgende Zutaten: Kardamom-Kapseln, Kurkumapulver, Ingwer, Koriandersamen. Bevor du die Kardamom-Kapseln ins Wasser gibst kannst du sie mit einem Mörser oder einem festen Gegenstand leicht anknacksen, sodass sich der Geschmack besser entfalten kann.

Anschliessend den Topf vom Herd nehmen und darin die frische Minze und den Basilikum ziehen lassen.

Den Sud auskühlen lassen und mit Honig und etwas Zitronensaft abschmecken.

Den Drink durch ein Sieb in Glasflaschen füllen und evtl. ein paar frische Lavendelblüten oder ein Stängel Zitronengras in die Flasche geben, das rundet den Geschmack sehr fein ab.

Auskühlen lassen und geniessen.

Wie ist dein Appetit im Sommer? Merkst du auch, dass mit der zunehmenden Hitze dein Verdauungsfeuer/Agni abnimmt? Die Sonne zieht nicht nur die Feuchtigkeit aus der Natur, sie bringt auch auf die Dauer unser inneres Gleichgewicht ins Schwanken. Um die äussere Hitze auszugleichen reduziert nämlich unser Körper das Verdauungsfeuer, was zu einem verminderten Stoffwechsel führt. Unsere Verdauung wird durch die zunehmende Hitze und Trockenheit geschwächt, d.h. wir verdauen und transformieren langsamer. Deshalb ist auch laut Ayurveda im Sommer eine leichte Kost angesagt. Gerade in der heissen Jahreszeit ist es auch besonders wichtig, dass wir nur dann essen, wenn wir auch wirklich Hunger verspüren.

 

Was kühlt uns in der Sommerhitze?

Dass uns zu scharfes und heisses Essen bei hitzigen Temperaturen noch mehr anfeuert klingt logisch, aber welche Nahrungsmittel, Gewürze und Kräuter kühlen unser Körpersystem im Sommer und helfen uns zurück in die Balance?  

Es sind z.B. bittere Gemüsesorten (Artischocken, Chicorée, Blattspinat oder Blattsalat) gewürzt mit Koriander, Kardamom, Fenchel und Kurkuma, die unsere sommerliche Hitze ausgleichen. Eine kühlende Wirkung haben u.a. auch Melone, Gurke, Kokosnuss, Fenchel, Aloe Vera, Granatapfel, Rose und Minze. Empfehlenswert sind im Sommer natürlich auch frische Salate (zur Mittagszeit) aus Getreide (z.B. Couscous oder Quinoa) aber auch all das bunte saisonale Obst und reife Früchte. Leichte Gemüsegerichte aus saisonalen Zutaten, Basmatireis und die leicht verdauliche Mungbohne zählen ebenfalls zu den empfehlenswerten Zutaten der warmen Jahreszeit. Zum Kochen sollte man vorzugsweise Ghee, Olivenöl oder auch Kokosöl verwenden.

Wer unter der Sommerhitze leidet sollte vor allem auch mit dem Genuss von Alkohol, Kaffee und Schwarztee aufpassen, all dies wirkt noch mehr erhitzend auf den Körper. Ebenso heizen alle zu salzigen, sauren und scharfen Speisen den Körper auf (z.B. Essig, Knoblauch, Zwiebeln, Rettich, scharfe Paprika, saure Früchte…) Manch einer reagiert auf die heissen Temperaturen auch schneller mit Kopfschmerzen, ist gereizt oder wird ungeduldig. Wer von Natur aus bereits einen hohen Pitta-Anteil hat der sollte seine empfindliche Haut unbedingt vor der Sonne schützen.

Kühlende Gewürze und Kräuter sind u.a.: Holunder, Kamille, Hibiskus, Pfefferminz, Fenchel, Lavendel, Süssholz, Kardamom, Koriander, Rose, Melisse und auch Schafgarbe. Aus diesen Zutaten lassen sich feine kühlende Sommerdrinks herstellen. Mische bis zu 4 dieser Zutaten für einen Tee-Auszug und runde nach dem Auskühlen den Geschmack mit etwas Zitronensaft und Honig ab.

Sommermenüs werden gerne von einem Kokos-Chutney oder frischem Joghurt-Dip/Raita mit Gurke und Kreuzkümmel begleitet. Fermentierte Milchprodukte gelten im Ayurveda als äusserlich kühlend und innerlich erwärmend da sie den Stoffwechsel anregen. Beispiele dazu sind Quark, Joghurt und indische Buttermilch (auch Lassi).

Eiskalte Getränke direkt aus dem Kühlschrank sollte man generell meiden – die Kälte bringt die Verdauungsenergie aus dem Takt löscht sozusagen das Feuer. In vielen heissen Ländern werden auch warme Getränke gereicht um die Körpertemperatur zu stabilisieren.

Und leider ist auch die geliebte Eiscreme nach Ayurveda nicht vorteilhaft für uns. Oftmals wird die Eiscreme aus einer ayurvedisch ungünstigen Kombination von Milch, Rahm und Eiern hergestellt. Wenn du aber trotzdem nicht darauf verzichten möchtest dann achte auf eine gute Qualität der Rohstoffe und meide industriell hergestelltes Eis mit minderwertigen Fetten und Zusatzstoffen. Fruchteis ist generell verträglicher als cremige Sorten da viele Menschen mit der Verdauung des Milcheiweiss Probleme haben. Geniesse dein Eis besser als eigene Zwischenmahlzeit und nicht als Abschluss eines bereits schweren Essens. Auch die Kombination von Eis mit warmen Zutaten gilt laut Ayurveda als unbekömmlich.

 

 

Wie reagieren die einzelnen Dosha-Typen auf den Sommer?

Vata-Typen lieben meist die Hitze, vor allem wenn es eine trockene Hitze ist. Die Wärme hat eine beruhigende Wirkung auf das aktive Vata-System. Menschen mit viel Wind empfinden die Wärme als befreiend, sie fühlen sich lebendig. Trotzdem sollte sich der Vata-Mensch im Sommer um seine „Wind-Balance“ kümmern denn die Hitze trocknet aus.

Deshalb rät man im Ayurveda dem Vata-Typen eine leichte, süsse und aufbauende, leicht salzige Kost. Auch im Sommer sind für Vata-Menschen warme und flüssige Speisen ideal, vor allem ein gekochtes Frühstück. Sommerfrüchte wie Aprikosen, Mangos oder Datteln passen in den Speiseplan, Salat und Rohkost sollte jedoch abends strikt gemieden werden.

 

Pitta-Menschen lieben meist die Hitze, aber im Übermass kann sie diese Menschen auch unausgeglichen machen. Es ist für die feurigen Pitta-Typen eine Herausforderung um ihr Balance im Sommer zu finden denn sie tragen bereits sehr viel Hitze in sich und die äussere Wärme kann leicht zu einem Überschuss führen. Dann kommt es zu Hitzesymptomen wie Hautausschlägen, Sodbrennen oder Gereiztheit. Pitta fühlt sich gegen Ende des Sommers hin oft erschöpft – darum sollte stets auf ein wenig Langsamkeit und Kühle geachtet werden. Meide möglichst Chili, Knoblauch, Tomaten, Kaffee, Alkohol, Essig und Fleisch, denn all dies erhöht die Hitze und Säure und fördert entzündliche Prozesse im Körper. Kühle und bittere Speisen wirken ausgleichend auf Pitta, das sind z.B. bittere Salate, Gurken, Feigen, Melonen, Kokos, Minze, Kardamom aber auch Fenchel und Rose.

 

Der träge Stoffwechsel eines Kaphas trifft auf ein träges Verdauungsfeuer im Sommer deshalb sollten sich diese Menschen auch im Sommer vor allem warm ernähren. Bittere Lebensmittel und anregend-scharf gewürzte Speisen sind zu bevorzugen. Pfeffer, Nelken, Zimt sind ideale Zutaten um ein langsames Kapha auch im Sommer in Schwung zu bekommen. Gedünstetes grünes Gemüse mit Ingwer, Knoblauch und Muskat sowie Basmatireis sollten am Speiseplan nicht fehlen.

 

3 Summer-Sunshine-Pflege-Tipps:  

Übrigens kannst du diese kühlenden Zutaten nicht nur über die Ernährung, sondern auch direkt über die Haut aufnehmen. Wie wär’s z.B. mit einer kühlenden Gesichtsmaske aus Gurkenschale zur Besänftigung der sommerlichen Hitze?

  • Rosenwasser wirkt allgemein kühlend, erfrischend und klärend. Du kannst es entweder als Frischekick direkt auf die Haut sprühen oder auch als Raumspray benutzen. Leg dir nach einem heissen Sonnentag mit Rosenwasser getränkte Wattepads auf die Augen, das wirkt sehr beruhigend und kühlend. Die Rose ist die Blüte der Schönheit und sie lindert u.a. Entzündungen, Hautreizungen und wirkt herzöffnend.
  • Aloe Vera – Das kostbare Gel der Aloe-Vera Pflanze wirkt kühlend, beruhigend und regenerierend auf die von der Sonne gereizte Haut. Aloe Vera hilft allgemein bei überhöhten Pitta-Zuständen und der Saft der Aloe-Vera Pflanze kann auch direkt eingenommen werden. Du findest Aloe Vera Produkte im Reformhaus, aber noch praktischer ist es, wenn du dir deine eigene Pflanze züchtest.
  • Kokosöl findet man nicht nur in meiner Küche, sondern auch im Badezimmer. Wegen seiner kühlenden Wirkung wird auch im warmen Südindien das reine Kokosnussöl für zahlreiche Körperbehandlungen und als wertvolles Massageöl verwendet. Vor allem im Sommer pflege ich meine Haut und Haare sehr gerne mit reinem Kokosöl, es wirkt regenerierend, verleiht einen angenehmen Glanz und bringt die Haut wieder in Balance. Für eine pflegende Haarpackung kannst du das Öl direkt auf die Haare auftragen und entweder über Nacht oder für einige Stunden einwirken lassen. Das Öl lässt sich einfacher aus den Haaren waschen, wenn du bereits vor dem Wasser die Haare mit Shampoo befeuchtest. Kokosöl nährt die Haut mit Feuchtigkeit und Fettsäuren und hilft gegen trockene und gereizter Haut.

 

Geniesse den Sommer – geniesse die Sonne! 

Daniela 

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